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Potsdam-Mittelmark So sollten Sie reagieren, wenn Sie einer Wildschwein-Rotte begegnen
Lokales Potsdam-Mittelmark So sollten Sie reagieren, wenn Sie einer Wildschwein-Rotte begegnen
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17:55 20.02.2019
Eine Wildschwein-Rotte mit Frischlingen kann besonders aggressiv werden. Quelle: dpa
Kleinmachnow

 Videos von Wildschweinen, die tagsüber in großen Rotten durch Kleinmachnow rennen, haben in den vergangenen Tagen für Unsicherheit gesorgt – wie verhält man sich richtig, wenn man den Tieren plötzlich gegenübersteht, wie kann man sich schützen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wieso laufen die nachtaktiven Tiere plötzlich am helllichten Tag durch den Ort?

Die Jagdpächter Peter Hemmerden und Jörg Fenske gehen davon aus, dass es vor den bekannten Vorfällen eine Störung der Tiere gegeben haben muss. Sie vermuten, dass freilaufende Hunde die Wildschweine aus ihren Tageseinständen verjagt haben.

Wie können solche Ereignisse in Zukunft verhindert werden?

Hemmerden empfiehlt, Hunde konsequent anzuleinen und nur in speziell ausgewiesenen Bereichen frei laufen zu lassen. Derzeit befinden sich die Jagdpächter mit mehreren Stellen in Abstimmung, wie mit der Situation weiter umgegangen werden soll.

Peter Hemmerden (r.) und Jörg Fenske sind die zuständigen Jagdpächter für Kleinmachnow und Stahnsdorf – und Profis in Sachen Wildschweine. Quelle: Gesine Michalsky

Wie verhält man sich bei einer Begegnung mit Wildschweinen richtig?

Am besten man bleibt ruhig und nimmt möglichst einen anderen Weg. Werden die Tiere bedrängt, können sie in Panik geraten und auch Menschen umrennen. Bewusste Angriffe seien in der Region bisher jedoch noch nicht vorgekommen, versichert die Gemeinde Kleinmachnow. Eher würden die Wildschweine in der Hoffnung auf Futter näher kommen.

Was kann jeder Bürger zu tun?

Jeder Bewohner kann etwas beitragen, indem er nicht füttert, Grundstücke sichert, keine Essensreste im Garten kompostiert, Fallobst aufsammelt, keine Abfälle – auch Grünabfälle – auf nicht geeigneten Flächen entsorgt und die gelben Säcke erst am Morgen zur Abholung bereit legt.

Wie gefährlich sind die Wildschweine für Hunde?

Tatsächlich sehen Wildschweine freilaufende Hunde als gefährlich an, vor allem, wenn sie ihre Frischlinge behüten wollen. Anleinen schützt – die Hunde, die bereits in der Tierklinik verarztet wurden, waren alle freilaufend, so die Gemeinde.

Wie kann man sich vor den Tieren im eigenen Garten schützen?

Stabile und lückenlose Zäune sowie Tore, die geschlossen werden, sind eine Grundvoraussetzung. Wer kein Futter anbietet, lockt die Tiere nicht an – dies bedeutet etwa den Verzicht auf Komposthaufen und übermäßige Bewässerung.

Was tun, wenn doch Wildschweine auf dem eigenen Grund stehen?

Sind doch Wildschweine in den Garten gelangt, empfehlen die Jäger, sie nicht zu bedrängen. Ein Verjagen sei nicht zielführend und könne außerdem gefährlich sein, so die Jagdpächter. Andere Jäger meinen, die Tiere anzuschreien sei besser, als herumzufuchteln – sei es laut, werde es den Wildschweinen ungemütlich und sie ziehen weiter.

Kann man den Jäger rufen, wenn man ein Wildschwein im Garten hat?

Nein, die Jagdpächter für Kleinmachnow und Stahnsdorf dürfen nur die genossenschaftlichen Flächen bejagen – Privatgrundstücke gehören nicht dazu.

Wie viele Wildschweine werden in der Region geschossen?

Im vergangenen Jagdjahr 2017/18 wurden in Stahnsdorf/Kleinmachnow 108 Tiere erlegt – das Ziel waren 70. In Güterfelde hätten ebenfalls 70 geschossen werden sollen, erlegt wurden 101, und in Teltow wurden anstelle der geplanten 45 Tiere 74 geschossen.

Von Konstanze Kobel-Höller

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