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Potsdam-Mittelmark Jagdverband: Wolf und Wildschwein bleiben Problem
Lokales Potsdam-Mittelmark Jagdverband: Wolf und Wildschwein bleiben Problem
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15:12 24.02.2019
Der Vorsitzende des Jagdverbands Brandenburg/Havel Karl-Heinz Hohmann (l.) zieht zur Jahreshauptversammlung Bilanz. Quelle: Christine Lummert
Rietz

Der Jahrhundertsommer 2018 hat sich auch bei den 334 Waidleuten des Jagdverbandes Brandenburg/Havel bemerkbar gemacht. Mit einem Blick auf die Jagdstrecke sei es ein durchwachsenes Jahr gewesen, sagte der Verbandsvorsitzende Karl-Heinz Hohmann in seiner Bilanz bei der Jahreshauptversammlung in der Rietzer Gaststätte „Zum Seeblick“.

Die Wildschweine bleiben weiterhin im Fokus der Jäger, vor allem weil die Afrikanische Schweinepest immer noch ein aktuelles Thema ist. Wie schnell und sprunghaft die Ausbreitung gehen kann, zeigte zuletzt ein Fall aus Belgien. Dort wurde die Tierseuche aus Osteuropa eingeschleppt und hatte strenge Maßnahmen, etwa die Errichtung von Sperrgebieten, zur Folge.

Mareike Wohlert, aus dem Veterinäramt des Landkreises Potsdam-Mittelmark gab in einem Fachvortrag noch einmal Tipps zum Umgang und vor allem zu Verhinderung einer Ausbreitung der hochansteckenden Tierseuche in Deutschland.

Torsten Fritz von der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark verwies in seinem Grußwort noch einmal auf die inzwischen ausgelobte Prämie von 50 Euro, die auf Antrag für erlegtes Schwarzwild ausgezahlt werden kann.

Auch der Wolf bleibt weiterhin Dauerthema unter den Jägern. „In den letzten Monaten haben sich immer mehr Gemeinden zur wolfsfreien Zone erklärt, um so Druck auf die Landesregierung auszuüben“, sagte Hohmann. Dieses Zeichensetzen sei wichtig, der Jagdverband Brandenburg/Havel werde sich dieser Aktion aber nicht anschließen, betonte Hohmann. „Unsere Forderungen an die Politik gehen aber in die gleiche Richtung“, so der Verbandsvorsitzende.

Der genaue Bestand der Wölfe in der Region müsse endlich genauer erfasst werden. Zudem sei der Umgang mit sogenannten Problemwölfen immer noch nicht klaren Regeln unterworfen. „Dass wir mit unseren Forderungen eine breite Unterstützung in der Bevölkerung der Region finden, hat das Wolfsforum in Ziesar gezeigt“, sagte Hohmann mit Bezug auf die von der MAZ organisierte Diskussionsveranstaltung im vergangenen Oktober.

Mit zwei Dringlichkeitsanträgen beschloss der Jagdverband Brandenburg/Havel sich beim Landesjagdverband dafür einzusetzen, dass entgegen der jetzigen Pläne, das Lehrrevier in Groß Kreutz (Havel) weiterhin erhalten bleibt und finanziell unterstützt wird. Zudem sind die Mitglieder des Jagdverbandes gegen eine Ausweitung der Jagdzeiten beim Schalenwild.

Von Christine Lummert

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