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Potsdam-Mittelmark Landfrauen in die Politik
Lokales Potsdam-Mittelmark Landfrauen in die Politik
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17:36 10.12.2018
Die Cammertänzer auf dem Weihnachtsfest der Kreislandwirte und -Landfrauen in Seddiner See. Quelle: Veranstalter
Seddiner See

Der Kreisbauernverband und die Kreislandfrauen von Potsdam-Mittelmark haben am Wochenende in der Heimvolkshochschule Seddiner See im Beisein von Landrat Wolfgang Blasig (SPD) ihren Jahresabschluss gefeiert. Die Vorsitzende der Landfrauen, Petra Müller, nutzte den Anlass, um vor dem Wahljahr 2019 zum fleißigen Urnengang aufzurufen. Zugleich appellierte die Reckahnerin an die 95 Versammelten, auch für ein politisches Amt zu kandidieren. Insbesondere die Frauen wolle sie dazu ermutigen: „Wir sind aufgefordert, uns wählen zu lassen, weil es Frauen braucht, die sich in der ländlichen Region auskennen. Was mir Sorgen bereitet ist auch die geringe Wahlbeteiligung. Wer nicht wählen geht, unterstützt jene, die die Demokratie gefährden“, sagte Petra Müller.

Kreislandfrauen sind engagiert in der Region

Sie verwies auch auf das soziale Engagement der Kreislandfrauen. Dazu zählte eine dreiteilige Vortragsreihe auf den Dörfern über das Thema Vorsorge im Alter. Es war eine Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt und der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises. Enttäuscht zeigte sich die Vorsitzende über den doch relativ überschaubaren Zuspruch zu diesem Thema, das jeden etwas anginge, mit dem sich aber zu wenig Menschen konfrontieren wollten.

Weihnachtsfeier der Kreisbauern und Landfrauen in der Heimvolkshochschule Seddiner See. Quelle: Veranstalter

 

Auch einen Infonachmittag zum Thema Brustkrebsvorsorge hat der Kreislandfrauenverband seinen Mitgliedern und anderen Interessierten angeboten. Die im Herbst eröffnete Mitmach- und Vorführküche in Ragösen „soll Zentrum der Verbandsarbeit und auch Ort für politische Diskussionsrunden im Wahljahr 2019 werden“, kündigte Petra Müller an.

Bauernchef kritisiert Wolfsproblem

Jens Schreinicke, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, erneuerte in seiner Ansprache die Kritik am Landratsamt, Baugenehmigungsverfahren würden zu lange dauern. Ermessensspielräume würden nicht ausgenutzt und Bearbeitungszeiten in die Länge gezogen, kritisierte Jens Schreinicke. Auf Landesebene erwarte er „Leute mit Weitsicht“, die das Wolfsproblem ernst nehmen würden. Mit 37 Rudeln lebten im Land Brandenburg so viele Wölfe wie im ganzen Land Schweden, sagte Jens Schreinicke.

Landrat Blasig wies die Kritik an der Bauverwaltung freundlich, aber entschieden zurück. Die Verwaltung müsse nach Recht und Gesetz handeln. Zur Wolfsproblematik pflichtete der Landrat dem Kreisbauernchef bei: „Die Wolfsbestände müssen dezimiert werden. Das ist kein Gleichgewicht mehr.“ Den Wahlappell der Landfrauen nannte Blasig: „Wunderbar. Stellen Sie sich zur Wahl!“

Der Kreisbauernverband hat etwa 570 Mitglieder. Der Landfrauenverband zählt 280 Ehrenamtlerinnen.

Von Marion von Imhoff

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