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Potsdam-Mittelmark Jahreslosung filmisch integriert
Lokales Potsdam-Mittelmark Jahreslosung filmisch integriert
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18:44 02.03.2015
Szene aus dem Kurzfilm von und mit Fynn (links) und Lukas Lengner.
Szene aus dem Kurzfilm von und mit Fynn (links) und Lukas Lengner. Quelle: privat
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Hohenwerbig

Die Idee zu diesem Film kam von Daniela Lengner, der Mutter der beiden Gymnasiasten. Sie wusste um die Leidenschaft ihrer Söhne für das Filmen. Doch bislang hatten Fynn und Lukas noch kein ernsthaftes Projekt gehabt – filmten eher für sich selbst. „Macht doch einen Kurzfilm, passend zur Jahreslosung“, ermunterte sie ihre Jungs.

Die ließen sich nicht lange bitten und befassten sich mit dem Thema „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“. Herausgekommen ist ein Streifen, bei dem der 17-jährige Lukas Lengner und sein ein Jahr jüngerer Bruder nicht nur die Hauptfiguren sind. Sie haben auch das Drehbuch geschrieben, Regie geführt und das Stück anschließend vertont. Lediglich beim Schnitt half ihnen der darin erfahrene Vater Kay Lengner.

In dem Film geht es um einen Jungen, der von seinen Klassenkameraden gemobbt wird. Eines Tages wird er von einem anderen Jungen des Ortes blutend in einem Graben gefunden. Sie kommen ins Gespräch und freunden sich an. Gemeinsam schaffen sie es schließlich, den unglücklichen Jungen aus seiner Situation zu befreien. Der Clou an dem Werk: Lukas und Fynn Lengner haben darin Anleihen an ein Computerspiel genommen und die Darstellung angepasst. „Wer von den jüngeren Zuschauern das Spiel kennt, hat es im Film bestimmt wiedererkannt“, sagt Lukas Lengner.

Er selbst hat mit der Jugendtheatergruppe „Strumpfhose“ schon Erfahrungen mit der Schauspielerei sammeln können. Auch bei einem Filmprojekt bei einer Kreativfreizeit in Petersdorf hat er schon mitgewirkt.

„Der Abendgottesdienst an sich fand ebenfalls zum ersten Mal statt. Das Angebot sollte auch Menschen ansprechen, denen es am Sonntagmorgen nicht möglich ist, die Kirche zu besuchen“, erläutert Pfarrer Daniel Geißler.

Die Kirche in Hohenwerbig bot dafür eine prima Kulisse. Sie war voriges Jahr umfassend saniert. Das war der Beginn der Umsetzung eines Nutzungskonzeptes als Kulturkirche. Einen wesentlichen Teil dessen stellt die Förderung künstlerischer und kreativer Aktivitäten für Kinder und Jugendliche der Region dar. Bereits vor drei Jahren entstand ein von Jugendlichen gestalteter Schöpfungsweg.

Von Stefan Specht