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Potsdam-Mittelmark Jobcoaches bringen Flüchtlinge in Arbeit
Lokales Potsdam-Mittelmark Jobcoaches bringen Flüchtlinge in Arbeit
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16:06 24.09.2018
Soheila Tavasoli ist Azubine bei der Gewog in Kleinmachnow. Quelle: Landkreis
Mittelmark

Die Zahl der Flüchtlinge, die im Landkreis Potsdam-Mittelmark Arbeitslosengeld II vom Jobcenter beziehen, ist in den vergangenen Monaten um fünf Prozent gesunken. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, sind derzeit 761 Flüchtlinge beim Jobcenter Maia registriert. Im März waren es noch 801. Von denen, die aktuell Leistungen beziehen, sind 52 Prozent (395) unter 25 Jahre alt. 147 davon sind wiederum im erwerbsfähigen Alter (109 Männer und 38 Frauen).

Im ersten Halbjahr dieses Jahres haben 110 der vom Jobcenter betreuten Flüchtlinge eine sozialversicherungspflichtige Arbeit oder eine Ausbildung aufgenommen, was einer Integrationsquote von 25 Prozent entspricht. Sie liegt höher als die Gesamt-Integrationsquote des Jobcenters Maia (15,1 Prozent). Ein Grund für diese positive Bilanz ist das Projekt „Jobcoaches für Flüchtlinge“, sagt Kreissprecherin Andrea Metzler. Der Kreistag hatte es im Zuge der Zuwanderungsstrategie beschlossen. Es begann im Juli 2017 und läuft zwei Jahre. Drei Jobcoaches sind an den Maia-Standorten in Bad Belzig, Werder und Teltow tätig. Sie betreuen jeweils 50 Flüchtlinge, die die Sprachniveaustufe B1 erreicht haben und damit selbstständig Deutsch sprechen können. Weil viele diese Stufe allerdings noch nicht geschafft haben, nehmen auch Geflüchtete mit einem niedrigeren Sprachniveau an dem Projekt teil, so Andrea Metzler.

Erfolgsquote liegt mit 44 Prozent weit über dem Ziel

Ein positives Beispiel für eine gelungene Integration in den Arbeitsmarkt ist Soheila Tavasoli. Die 37 Jahre alte Iranerin lernt seit vorigem Jahr bei der Kleinmachnower Wohnungsbaugesellschaft Gewog den Beruf der Immobilienkauffrau. Sie lebt seit fast zwei Jahren in Deutschland und entschied sich, in der neuen Heimat mit einem neuen Beruf voll durchzustarten. Mit viel Fleiß hat sie es geschafft, die notwendigen Sprachprüfungen zu absolvieren. Ihr Arbeitgeber war dabei eine große Hilfe, denn sie bekam für ein halbes Jahr eine bezahlte Freistellung für den Sprachkurs. Asyl bekam Soheila Tavasoli, weil sie bereits in ihrer Heimat vom Islam zum Christentum konvertierte und aufgrund dessen Repressalien, Bedrohungen und Anfeindungen ausgesetzt war.

Jobcoach Dirk Szabo und die Gewog unterstützten die junge Frau. „Durch den geringen Betreuungsschlüssel ist eine intensive und sehr individuelle Betreuung möglich“, erklärt Andrea Metzler. Für jeden Teilnehmer wird ein Integrationsplan erarbeitet und die Trainer beraten die Geflüchteten, Träger oder Arbeitgeber auch während einer Weiterbildung oder nach den ersten Arbeitstagen. „Das ist wichtig, weil aufgrund kultureller Unterschiede insbesondere nach der Arbeitsaufnahme verschiedenste Probleme im Betrieb entstehen können“, so die Kreissprecherin weiter. Ziel des Projektes „Jobcoaches für Flüchtlinge“ ist es, 25 Prozent der Teilnehmer in eine sozialversicherungspflichtige Arbeit oder in eine Ausbildung zu integrieren. Dieses Ziel werde mit einer 44-prozentigen Erfolgsquote bereits deutlich übertroffen. Insgesamt 18 geflüchtete Menschen absolvieren derzeit eine Ausbildung, zum Beispiel zum Kfz-Mechatroniker, Konditor, Hotelfachfrau, Elektroniker – oder, wie Soheila Tavasoli, zur Immobilienkauffrau.

Von den 351 Flüchtlingsfamilien im Landkreis Potsdam-Mittelmark leben derzeit 163 in und um Bad Belzig, 110 in der Region Teltow, 71 in der Region Werder und sieben rund um Brandenburg/Havel.

Von MAZonline

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