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Potsdam-Mittelmark Johannis-Chor freut sich auf sein Jubiläum
Lokales Potsdam-Mittelmark Johannis-Chor freut sich auf sein Jubiläum
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17:30 10.04.2018
Der Bauch singt immer mit: Der Niemegker St.-Johannis-Chor probt bereits fleißig für sein großes Jubiläum im kommenden Sommer. Quelle: Christiane Sommer
Niemegk

Es ist Abend. Das ohnehin nicht gerade quirlige Niemegker Stadtleben ist fast zum Erliegen gekommen. Einzig das Pfarrhaus scheint noch eine gefragte Adresse zu sein, im Gemeinderaum brennt Licht. Er ist Ziel derer, die Freude am gemeinsamen Singen haben.

Ein Dutzend Frauen und Männer bereiten dort derzeit gemeinsam ein Jubiläum vor. „Unser St.-Johannis-Chor wird 175 Jahre alt“, klärt Niemegks Pfarrer Daniel Geißler auf. Er stärkt die Reihen der kleinen Gesangsgemeinschaft, die unter Leitung von Annemone Schulze den Ehrentag mit Leben und vor allem mit viel Musik füllen will.

Fünf Bauabschnitte für Orgelsanierung

Zum Chor-Sommerfest am 1. Juli soll auch die Niemegker Kirchenorgel erklingen.

Das 1853/54 durch den Niemegker Orgelbaumeister Wilhelm Baer erbaute Instrument erfährt derzeit eine umfassende Sanierung.

Die ersten beiden Bauabschnitte, die das Hauptwerk und den Spieltisch umfassen, sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein.

Die 250 000 Euro teure Komplettsanierung ist in fünf Bauabschnitte eingeteilt.

Insgesamt sind für die Fertigstellung dieses Projektes zwei Jahre vorgesehen.

Deshalb wird derzeit besonders intensiv geprobt. Einmal wöchentlich trifft sich die Gruppe im Niemegker Pfarrhaus, um das aus vielen musikalischen Akzenten geschnürte Festprogramm einzustudieren. Am 1. Juli soll das Jubiläum gefeiert werden. Ein Chor-Sommerfest ist angekündigt.

Dass sich die jubilierende Gesangsgemeinschaft in der namensgebenden St. Johanniskirche während eines Konzertes präsentieren wird, versteht sich von selbst. Bei der Gelegenheit gilt es außerdem, Rückschau zu halten. „In der Kirche ist eine Ausstellung geplant“, verrät Annemone Schulze. Mit Bildern soll die Entwicklung des Chors dokumentiert werden – der vor 175 Jahren jedoch nicht als Johannis-Chor gegründet wurde.

Der Pfarrer erzählt dass der Niemegker Kantor Gottfried August Allstädt im Jahr 1843 einige sangesfreudige Knaben um sich scharen konnte. Drei Jahre später gab diese kleine Gemeinschaft eine Kostprobe ihres Könnens ab – mit Erfolg. Aus den Knaben wurden im Lauf der Zeit Männer, zu denen sich Gleichgesinnte gesellten, und die fortan als Männerchor sangen.

Der St. Johannis-Chor der Niemegker Kirchengemeinde feiert 2018 sein 175-jähriges Bestehen. Quelle: Christiane Sommer

„Das Ganze hat sich dann prächtig entwickelt“, fährt Geißler fort. Jahrzehnte später, während eines Festes in der Kirche, durften erstmals einige weibliche Stimmen Akzente im Männerchor setzen. Als Unterabteilung ist Anfang der 1920er Jahre dann ein weiterer gemischter Chor belegt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einem Bruch. In dieser Folge entstand zusätzlich auch noch ein Singkreis in der Kirche. Erst sechs Jahrzehnte später fanden die sangesfreudigen Niemegker wieder zusammen. Nachdem Henrike Etté mit Blick auf die hier wie dort immer dünner werdenden Reihen der Sänger den St.-Johannis-Chor ausgerufen hatte. „Das war 2015“, schließt Pfarrer Geißler.

Der Chor verjüngt sich gegenwärtig

Seitdem geht es mit der Gesangsgemeinschaft wieder bergauf. „Wir verjüngen uns gerade“, bestätigt Annemone Schulze. Der Altersdurchschnitt der Gruppe liegt aktuell bei 48 Jahren. Die Chorleiterin hofft, dass dieser Prozess anhält.

Die Chancen stehen nicht schlecht. Immerhin konnte Schulze, die zugleich als Honorarkraft an der Musikschule angestellt ist, zwei talentierte Schülerinnen dafür begeistern, dem Chor dann und wann zur Seite zu stehen.

Weitere musikalische Veranstaltungen

Zum Jubelfest, an das sich über den Jahresverlauf weitere musikalische Veranstaltungen anschließen, sollen auch all jene eingeladen werden, die vor Annemone Schulze den Taktstock in den Händen hielten.

Die Sänger präsentieren sich dann erstmals mit ihrer neuesten Errungenschaft: einheitliche Chorkleidung. Zum weißen Hemd oder der weißen Bluse werden alle einen grünen Schal tragen – eine Hommage an die Stadt Niemegk, die die Farben grün und weiß in ihrem Wappen trägt.

Von Christiane Sommer

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