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Potsdam-Mittelmark Jüngste Brückenbauer im Wettstreit
Lokales Potsdam-Mittelmark Jüngste Brückenbauer im Wettstreit
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16:03 01.02.2018
Brücker Schüler basteln Papierbrücken und nehmen als jüngste Starter an Wettbewerb der Ingenieurkammer teil. Auch Johann Tietz und Lucy Reinhardt hoffen auf einen Preis.
Brücker Schüler basteln Papierbrücken und nehmen als jüngste Starter an Wettbewerb der Ingenieurkammer teil. Auch Johann Tietz und Lucy Reinhardt hoffen auf einen Preis. Quelle: Andreas Koska
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Brück

Die Vorgaben waren streng und Grundschüler aus Brück haben sie gemeistert. Als jüngste Teilnehmer eines Wettbewerbes der Brandenburgischen Ingenieurkammer haben sie eifrig Brücken aus Papier gebastelt. Dafür waren Geschick und vor allem technisches Verständnis nötig.

Mit ihren Brückenkonstruktionen aus Papier hoffen Grundschüler aus Brück (Potsdam-Mittelmark) jetzt auf einen Preis. Als jüngste Teilnehmer reichten sie ihre Arbeiten für einen Wettbewerb der Brandenburgischen Ingenieurkammer ein.

„Ich hatte nach Wettbewerben gesucht, die für Grundschüler geeignet sind, und diesen gefunden“, erzählt Lehrerin Heike Gantzkow. „Brücken verbinden“ heißt das Thema des Wettbewerbes, der noch unter Schirmherrschaft des damaligen Bildungsministers Günter Baaske (SPD) gestartet war. Wer sollte das besser wissen als die Brücker? Schließlich geht der Name ihrer Stadt auf einen Übergang durch den Sumpf zurück.

Schüler der Flexklasse E aus dem ersten und zweiten Schuljahrgang haben über vier Monate hinweg sieben Brücken gebastelt. Dabei durfte nur 80 Gramm starkes Papier, Kleber, Stecknadeln sowie Schnur verwendet werden. Die Brücken müssen 60 Zentimeter lang sein und eine Last von einem Kilogramm aushalten. „Das tun sie alle, wir haben es eigens mit einem Gewicht getestet“, erzählt Heike Gantzkow. Einmal in der Wochen ging es für die Jungen und Mädchen an die Konstruktion – unterstützt von Hubert Kollinger. Er war als Vater mit dabei und half bei Fachfragen.

Herausforderung vom Planen bis zur Umsetzung

„Es war eine richtige Herausforderung vom Planen bis zur Umsetzung. Das war wirklich schwer“, sagt die Lehrerin. Vor Beginn hatte sie sich mit den jüngsten Schulbesuchern über die unterschiedlichsten Brückenarten informiert. Fotos wurden angeschaut und eigene Skizzen angefertigt. „Damit habe ich den Stoff in Geometrie aufgearbeitet. Messen, Zeichnen, Arbeit mit dem Lineal waren gefordert“, erzählt Heike Gantzkow über ihre Idee.

Die Schüler waren mit Feuer und Flamme dabei. Raphael Wopat und Henrik Schulze haben sogar zwei Brücken gebaut. „Bei der ersten waren wir uns nicht sicher, ob sie hält“, sagt der siebenjährige Henrik. Nachdem die beiden Konstrukteure nachgearbeitet hatten, war die Bogenbrücke stabil genug. Das Nachfolgemodell wurde dann filigraner und in Fachwerktechnik gebaut.

Brücke mit Schnüren und Rollen gespannt

Auch dieses Schmuckstück hält die geforderte Belastung aus. Auch Lucy Reinhardt und Johann Tietz waren ein Team. Um Stabilität zu erreichen, ist ihre Brücke mit Schnüren und Rollen gespannt. Auch das hält. „Wir sind uns aber nicht sicher, ob es für einen Preis reicht“, sagt Raphael. „Aber es wäre nicht schlecht“, ergänzt Henrik. Immerhin gibt es Preisgelder bis zu 2200 Euro zu gewinnen.

Doch müssen die Brücker Grundschüler in einer Wettbewerbsklasse mit Jungen und Mädchen bis zur Klassenstufe acht antreten. „Uns wurde gesagt, dass wir die jüngsten sind, die jemals am Wettbewerb teilgenommen haben“, erzählt die Pädagogin. Heike Gantzkow kann sich daher vorstellen, dass es dafür einen Sonderpreis geben könnte.

Die erste Schule aus dem Hohen Fläming, die dabei ist

Die Brücker Grundschule ist die erste Schule aus dem Hohen Fläming, die sich an dem Wettbewerb beteiligt. „Vielleicht entdeckt ihr ja beim Herangehen an diese Aufgabe eine naturwissenschaftlich-technische Begabung in euch und bekommt Lust, in dieser Richtung weiterzumachen und einen ingenieurtechnischen Beruf zu erlernen“, sagte Schirmherr Günter Baaske zum Wettbewerbsbeginn.

Die Modelle und Fotos der Brücker Konstrukteure sind nun in Potsdam gelandet – eine Woche vor Wettbewerbsschluss. Jetzt warten alle gespannt auf die Resultate. Die Preisverleihung soll Ende März stattfinden.

Von Andreas Koska

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