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Potsdam-Mittelmark Kaufgebot für Stadtwald abgelehnt
Lokales Potsdam-Mittelmark Kaufgebot für Stadtwald abgelehnt
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16:20 13.03.2018
TREUENBRIETZEN

. Doch sahen sie und Verwaltungsvertreter Bedarf, das Thema Waldverkauf demnächst grundsätzlich auf die Tagesordnung zu heben.

Bauamtsleiter Christoph Höhne, in dessen Ressort die Waldbewirtschaftung fällt, plädierte dafür, über einen Verkauf unwirtschaftlicher Kleinst- und Splitterflächen aus dem Stadtwald nachzudenken. Sie sollten zu einem Los zusammengefasst, ausgeschrieben und nach Meistgebot veräußert werden. Die aktuell zur Diskussion gestellte Waldfläche des Jagdbogens IV a, der sich zwischen dem einstigen Selterhof, Frohnsdorf und Lüdendorf erstreckt, sei jedoch alles andere als unwirtschaftlich. „Sie beinhaltet das Kerngebiet des Stadtwaldes mit hervorragenden Biotopeigenschaften“, schreibt Höhne zur Beschlussvorlage. „Der Holzbestand auf dieser Fläche ist durch einen hohen Zuwachs, begründet durch gute Standortverhältnisse, gezeichnet“, heißt es weiter. Zudem habe die Kommune auf der betreffenden Fläche in den vergangenen Jahren zur Standortverbesserung durch naturnahe Umbauten und ökologische Waldumbaumaßnahmen fast 100 000 Euro investiert.

Prinzipiell riet Höhne davon ab, kommunalen Wald zu verkaufen, der insgesamt zuletzt „einen Gewinn von 150 000 bis 200 000 Euro pro Jahr“ gebracht habe. Das beschlossene Waldbewirtschaftungskonzept lege fest, dass die betreffende Fläche nach dem jetzt erfolgten Ablauf des Jagdpachtvertrages weiter durch die Stadt zu bewirtschaften sei. Vor dem Hintergrund hatten die Stadtverrdneten im November eine Verlängerung der Pacht für diesen Jagdbogen abgelehnt.

Auch Kämmerin Anke Becker empfahl nun in ihrer Stellungnahme zum Beschluss, den Verkauf der betreffenden Fläche abzulehnen. „Zwar würden wir nach bilanziertem Restbuchwert einen Gewinn erzielen“, so Becker. Doch müsse die Stadt zu den aktuellen Bodenrichtwerten verkaufen. „Danach würde ein Verlust von mehr als 76 000 Euro entstehen, „da der Wald stark an Wert gewonnen hat“, sagt Becker.

Als Kaufinteressent hatte Wolfgang Schlosser, wohnhaft unter anderem am Waldweg in Frohnsdorf sowie in Berlin, 460 000 Euro für die Fläche geboten.

Walter Treu (Die Linke) zeigte sich im Hauptausschuss verwundert, dass der Interessent „der Stadt vorschreiben will, wozu wir das erzielte Geld einsetzen sollten“. Der Stadtverordnete forderte eine Gesamtbetrachtung für das Thema Waldbewirtschaftung. Dafür lief zum Jahresende die im Jahr 2002 mit der Einstellung von Dietrich Henke als Stadtförster gestartete erst Dekade des Wirtschaftsplanes ab.

Wie Bauamtsleiter Christoph Höhne ankündigte, werde die Auswertung zum Juli dieses Jahres erfolgen, um über die Fortführung des Wirtschaftskonzeptes zu beraten. Einbezogen werden soll dazu erneut die forstliche Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) in Eberswalde. Sie hatte unter Federführung ihres Dekans Wolf-Henning von der Wense das Treuenbrietzener Bewirtschaftungskonzept ab 2002 mit erarbeitet. Nun soll der Professor für forstliche Betriebswirtschaft, Ökonomie und Privatwaldbewirtschaftung am Bericht zur ersten Dekade mitwirken und die Fortschreibung des Waldkonzeptes begleiten, sagte Höhne. (Von Thomas Wachs)

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