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Potsdam-Mittelmark Keine Alternative zu Heimbau in Teltow?
Lokales Potsdam-Mittelmark Keine Alternative zu Heimbau in Teltow?
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07:20 08.11.2019
Das bereits vorhandene Flüchtlingsheim Teltow. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Teltow

„Wir haben keinen Plan B“, kommentiert Bernd Schade, Leiter des Fachbereichs Soziales im Landkreis, das Votum des Kreisfinanzausschusses gegen den Bau eines weiteren Übergangswohnheimes in Teltow. Sollte auch der Kreistag das Vorhaben ablehnen, habe man eben 66 Plätze weniger. „Und dann würden wir früher in die Situation kommen, Notunterkünfte bereitstellen zu müssen.“ Aber es werde sich noch zeigen, ob der Kreistag vielleicht eine andere Meinung als der Ausschuss habe.

Ist das Grundstück zu klein?

Es könne auch sein, dass der Antrag verwaltungsseitig noch zurückgestellt oder gar komplett zurückgezogen wird. Sollte er dem Kreistag zur Abstimmung vorgelegt werden, müssten alle Argumente und Fragen aufgegriffen werden, so Schade. „Eventuell müssen wir auch konkretere Planungen vorlegen, um etwa die Frage, ob das Grundstück nicht zu klein ist, zu beantworten. Vielleicht kann man so Bedenken ausräumen.“ Sollte der Antrag erneut durch die Ausschüsse gehen, würde er auch dem Kreissozialausschuss vorgelegt werden. Das sei noch nicht möglich gewesen, da die Vorlagen noch nicht fertig gewesen seien, so Schade.

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Das habe verständlicherweise zu Kritik geführt. Das Gesamtkonzept sei dort aber diskutiert worden, mit einer seiner Einschätzung nach grundsätzlich positiven Stimmung. „Aber der Finanzausschuss hat ja nicht das Vorhaben an sich, sondern das Grundstück kritisiert. Es gibt allerdings nur selten bei einem geplanten Übergangswohnheim eine Mikrolage, die bei allen Abgeordneten auf Gegenliebe stößt.“

TKS verkraftet mehr

Alternativen gebe es derzeit keine. Der Kreis habe keine geeigneten Grundstücke, auch in Kleinmachnow habe man schon angefragt. Schade sieht aber die Möglichkeit, dass vielleicht die Stadt Teltow einen Flächentausch anbieten könnte oder dass noch Grundstücke angekauft werden.

Auch wenn der Finanzausschuss in der gleichen Sitzung dem Neubau eines anderen Übergangswohnheimes in Bad Belzig für bis zu 170 Plätze zugestimmt hat, sieht Schade eine Erweiterung dieser Planungen um 66 Plätze als keine Option. Das sei für die kleine Stadt mit rund 11 300 Einwohnern nicht verträglich. Für die Region TKS (Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf) mit 70 000 Menschen seien weitere 66 Flüchtlinge kein Problem.

Von Konstanze Kobel-Höller

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