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Potsdam-Mittelmark Keine Urnengräber in der Kirche
Lokales Potsdam-Mittelmark Keine Urnengräber in der Kirche
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19:27 07.05.2013
NEUENDORF

. Beim Gemeindefest am Sonntag in Neuendorf wurde beim Feiern auch darüber gesprochen, wie die Zukunft des Kirchengebäudes aussehen könnte. Denn die Neuendorfer Kirche muss dringend renoviert werden. Das Tonnengewölbe drücke so stark auf das Mauerwerk, dass inzwischen deutliche Risse im Holz über dem Altar zu sehen sind, erklärte der Geistliche. Der ehemalige Pfarrer Helmut Klofd, der zwischen 1967 und 1986 dort tätig war, erinnerte daran, dass eine neue Holzkonstruktion vor knapp 50 Jahren eingebaut worden war. Doch habe die Kirche stark unter Überschallflügen von Militärflugzeugen gelitten. „Wir sollten die Kirche ohne zu viel Schnickschnack erhalten“, so sein Appell. Auch Pfarrer Kautz geht eher pragmatisch an die Planung. Dabei verfolgt er auch neue Ideen, wie die von einer Autobahnkirche im Ort. Denn allein von den 90 Gliedern der Neuendorfer Kirchengemeinde lasse sich eine Renovierung der kleinen Dorfkirche finanziell nicht stemmen.

Die Kirchengemeinde Brück hofft auf Fördergeld. „Wir sind für die Sanierung der beiden Kirchen“, betonte Clemens Heinrich, der für die Brücker Kirchengemeinde Mitglied im synodalen Bauausschuss ist. Helmut Kautz stellte die Idee des Einbaus eines Columbariums zur Debatte. Er bat sowohl Fachleute als auch die Neuendorfer Bürger um Stellungnahmen zu einer solchen Urnengrabstätte in der Kirche. Jutta Storch vom Landesdenkmalamt sieht eine multifunktionale Nutzung als oftmals letzte Rettung solcher Sakralbauten. Dennoch kann sich die für die Kreise Potsdam-Mittelmark und Havelland zuständige Konservatorin ein Columbarium schwer vorstellen. „Es ist zwar grundsätzlich eine gute Idee, aber in dieser kleinen Kirche sehe ich es kritisch“, so Storch. Superintendent Siegfried-Thomas Wisch hält die Idee ebenfalls für abwegig. „Von der Sache her ist es möglich, aber damit tritt man in Konkurrenz zu anderen Wünschen und Veranstaltungen“, betonte der Kirchenfunktionär. Ortsvorsteher Frank Schiffmann kann sich eher Kultur in der Kirche vorstellen. Dabei sieht er den Dorfanger als Ganzes. „Das Ziel ist es, die Kirche und das Pfarrhaus zu sanieren, um diese als Dorfmittelpunkt zu erhalten und den Anger einzubeziehen.“ Der Ortschef glaubt, für diese Idee alle Vereine auf seiner Seite zu haben. Für Stefan Winkler von dem auf Denkmalschutz spezialisierten Architekturbüro Krekeler ist eine Vielzahl von Nutzungen denkbar: „Wir sollte uns aber klar werden, was wir wollen, dann können wir auch die Kosten kalkulieren.“ Ein Columbarium nehme jedoch zu viel Platz weg. Von den zahlreich anwesenden Neuendorfer Bürgern wollte sich keiner an der Debatte beteiligen. Nur ein Gast aus Fichtenwalde kritisierte die Pläne und plädierte neben der kirchlichen für eine kulturelle Nutzung. „Wir sind am Beginn der Diskussion, mir geht es um die Rettung der Kirchen“, sagte Pfarrer Helmut Kautz, der die Skepsis registrierte. Jutta Storch machte Mut für neue Ideen. „Nur ein genutztes Haus kann gerettet werden, aber die Nutzung wird nicht um jeden Preis gestattet“, schränkte die Denkmalpflegerin ein. (Von Andreas Koska)

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