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Potsdam-Mittelmark Kirchengemeinden wählen ihre Ältesten
Lokales Potsdam-Mittelmark Kirchengemeinden wählen ihre Ältesten
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14:04 07.10.2019
Gemeindekirchenräte gestalten vielseitige Aktivitäten mit. So wie hier zur Jugendwoche in Brück. Quelle: privat
Mittelmark

In den Kirchengemeinden des Hohen Flämings stehen Wahlen an. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Aktuell können die Wählerverzeichnisse eingesehen werden. Allein in der Region Bad Belzig-Niemegk kandidieren gut 100 Personen für die Gemeindekirchenratswahl im Evangelischen Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg (EKMB)

Die Wahlen finden am 3. November und den Sonntagen danach statt. Dabei ist die Anzahl der Kandidaten in den einzelnen Pfarrbereichen durchaus unterschiedlich. Sie richtet sich danach, wie viele eigenständige Gemeinden es jeweils gibt.

29 Kandidaten für 20 Plätze

So kandidieren im Pfarrbereich Niemegk 50 Männer und Frauen, um die Plätze in neun Gemeindekirchenräten zu besetzen. In Bad Belzig gibt es einen Kirchenrat, für den acht Personen kandidieren. Im Pfarrbereich Brück bewerben sich 29 Kandidaten um die 20 Plätze in Brück, Neuendorf, Brück-Rottstock, Brück-Gömnigk und Brück- Trebitz.

Im Pfarrbereich Brück ist der jüngste Kandidat 19 und der älteste 71 Jahre alt. „Besonders schön ist es, dass mit Reza Shirali Nejad erstmals ein Christ kandidiert, der im Jahr 2015 als Flüchtling aus dem Iran nach Brück kam“, erklärt der Brücker Pfarrer, Helmut Kautz.

Die Wahl der Gemeindekirchenräte wird aktuell überall vorbereitet. Quelle: privat

„Vor den neuen Gemeindekirchenräten im Raum Brück liegen viele Aufgaben“, schätzt der Geistliche ein. „So muss in Neuendorf die Sanierung zur Eselpilgerlichtkirche weiter vorangetrieben werden.“ Derzeit ist das Gotteshaus innen und außen eingerüstet.

Wählerverzeichnisse liegen aus

Zur Zeit liegen in den Gemeinden die Wählerverzeichnisse aus. „Jeder der sich nicht sicher ist, ob er wählen darf, sollte sie einsehen“, erklärt Helmut Kautz. Die Wahlbenachrichtigung werde in diesen Tage verschickt. Eine Briefwahl kann beantragt werden. Alle Gemeindeglieder sind zur Wahl ihrer Ältesten aufgerufen. Auf Beschluss der Landessynode im Frühjahr 2018 dürfen Jugendliche ab 14 Jahren wählen.

Der Gemeindekirchenrat ist das demokratisch gewählte Leitungsgremium der Kirchengemeinde. Er sorgt dafür, dass die Kirchengemeinde ihre Aufgaben wahrnimmt. Dazu gehören die Förderung der Gruppen sowie das Zusammenkommen der Gemeinde, die Verantwortung für die schriftgemäße Verkündigung des Evangeliums in Gottesdiensten und Andachten gemeinsam mit der Pfarrperson.

Sorgen sollen die Kirchenräte auch für ein gutes Miteinander der haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden. Zudem obliegt es ihnen, die kirchlichen Gebäude zu erhalten sowie Finanzen und Vermögen der Gemeinde zu verwalten.

Gewählt für sechs Jahre

Der Gemeindekirchenrat besteht aus einer festgelegten Anzahl von Mitgliedern, den Ältesten sowie den Pfarrpersonen. Die Ältesten werden von den Gemeindegliedern für sechs Jahre gewählt und arbeiten ehrenamtlich. Ab 16 Jahren kann sich ein Gemeindemitglied zur Wahl aufstellen lassen.

Jeder Gemeindekirchenrat wählt aus seiner Mitte den Vorsitz sowie eine Stellvertretung. Es gibt Ersatzälteste als Stellvertreter. Daneben gehört dem Gemeindekirchenrat der Vorsitzende des Gemeindebeirates mit beratender Stimme an.

Der Gemeindekirchenrat tagt in der Regel einmal im Monat. Zudem gibt es gemeinsame Sitzungen mit dem Gemeindebeirat. Wer Mitglied im Gemeindekirchenrat ist, arbeitet – je nach eigenen Fähigkeiten und Interessen – in thematischen Ausschüssen mit.

Von MAZ

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