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Kleinmachnow 5000. Besucher auf der Hakeburg
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow 5000. Besucher auf der Hakeburg
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18:47 07.04.2019
Einige Hakeburg-Besucher reisten in historischen Kostümen zur Feier des Tages an. Quelle: Gesine Michalsky
Kleinmachnow

Schon bei der ersten Führung durch die legendäre Neue Hakeburg mit dem Kleinmachnower Heimatverein knackte die beliebte Veranstaltung an diesem Sonntag die 5000-Besucher-Marke. Der Heimatverein hatte eingeladen, gemeinsam diesen Ehrengast zu begrüßen und einen kleinen Preis angekündigt. Edith Denzin aus dem benachbarten Stahnsdorf stand als Gewinnerin um 13 Uhr fest. Sie erhielt von Rudi Mach, dem Organisator der Burg-Führungen, das Buch „Die Neue Hakeburg – Wilhelminischer Prachtbau, Hitlers Forschungszentrum, SED-Kaderschmiede“ von Hubert Faensen. Auch zwei Besucher aus Steglitz und Kleinmachnow kamen an die 5000er Marke ganz dicht ran und wurden mit dem Buch „Im Ort gesehen“ des Heimatforschers Reichelt beschenkt.

Ein Urgroßneffe und eine Urgroßnichte von Georg von Hake reisten an

Das Besucher-Jubiläum auf dem Seeberg nutzten bei bestem Frühlingswetter gut 50 Ausflügler, um die 110 Jahre alte Hakeburg zu erkunden. Aus Hamburg und Dortmund reisten eigens ein Urgroßneffe und eine Urgroßnichte von Georg von Hake an. „Rudi Mach hat uns hier und heute zusammengebracht“, sagten Joachim von Zimmermann und Ingrid Rowland – der Großvater von Ingrid Rowlands war ein unehelicher Sohn Georgs von Hake. Sie selbst wuchs in England auf und recherchierte erst vor kurzem über ihre adligen Vorfahren aus Kleinmachnow. Eine Fernsehdokumentation über geheime Orte begeisterte die Hamburgerin so sehr, dass sie Kontakt zu Rudi Mach aufnahm. So konnte der Heimatforscher den Kontakt zur Familie von Julia von Zimmermann anstoßen, der Tochter Georg von Hakes.

Die Nachfahren bedauern, dass die Burg mehr und mehr verfällt

„Früher hätten wir nicht so zusammenstehen dürfen“, sagte Ingrid Rowland schmunzelnd über die erste gemeinsame Besichtigung des herrschaftlichen Wohnsitzes, das Dietloff von Hake, Georgs Bruder, 1908 mit seiner Familie bezog. Heute bedauern die beiden, wie das Haus ihrer Ahnen immer mehr herunterkommt. „Schade, dass die Gemeinde oder die Region das geschichtsträchtige Gebäude nicht erwirbt und erhält“, sagt Ingrid Rowland.

Joachim von Zimmermann und Ingrid Rowland – Nachfahren des Erbauers. Quelle: Gesine Michalsky

Der Leerstand der wertvollsten Immobilie Kleinmachnows ärgerte zwar auch Rudi Mach, es motivierte ihn aber auch, den privaten Eigentümer nach dem Hausschlüssel zu fragen. Am 21. Juli 2016 führte er als erste Gruppe Schüler vom Weinberggymnasium vom Bunker bis zum Burgfried. „Seitdem wird es immer dunkler in der Hakeburg, weil immer mehr Fenster zugenagelt werden müssen“, sagt Rudi Mach, der gemeinsam mit Marianne Bastian jeden dritten Sonntag im Monat Besuchern die Säle des schlossähnlichen Gebäudes zeigt. Der Eigentümer, so war von Heimatvereinsvorsitzenden Axel Müller zu erfahren, plant jetzt gut 20 Luxus-Wohnungen in der Hakeburg, sobald er dafür die Käufer gefunden hat.

Von Gesine Michalsky

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