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Kleinmachnow Auch bei Hitze: Wassergesellschaft garantiert Trinkwasser-Versorgung
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Auch bei Hitze: Wassergesellschaft garantiert Trinkwasser-Versorgung
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08:45 27.06.2019
Die Kessel dienen als Reinigungsfilter – sie sind daher zu zwei Drittel mit Kies gefüllt. Quelle: Foto: Gesine Michalsky
Region Teltow

„Zum Glück haben wir gerade Ferien, die wirken dämpfend auf den Wasserverbrauch“, freut sich derzeit Torsten Könnemann, der Geschäftsführer und technische Leiter der Märkischen Wasser und Abwasser GmbH (MWA). „Ohne Ferien könnte die Situation anders aussehen.“ Angesichts der anhaltenden Hitze näherte man sich in den fünf Wasserwerken der beiden Zweckverbände der „Teltow“ und „Mittelgraben“ vor den Ferien bereits fast der Kapazitätsgrenze. „Aber da war noch Luft nach oben“, sagt Könnemann, die Grenze sei aber schon zu erkennen gewesen.

25 Trinkwasserbrunnen in der Region

Vor den Ferien war die Anspannung bei den Mitarbeitern in den Wasserwerken mit ihren 25 Trinkwasserbrunnen in der Region größer als in den Tagen, an denen das Quecksilber an die 40 Grad Celsius herankam. An heißen Juni-Feiertagen wie Himmelfahrt zeigten die Skalen bereits Spitzenwerte an. „Die Aufbereitungskapazitäten in den Wasserwerken wurden in den Stoßzeiten weitgehend ausgeschöpft“, sagt der technische Leiter der MWA. Bis zu 15.000 Kubikmeter Wasser in bester Qualität lieferte das größte Wasserwerk in Teltow in der Ruhlsdorferstraße an die Endverbraucher an Spitzentagen im Juni.

Insgesamt pumpen die Wasserwerke der MWA an heißen Tagen das zweieinhalb-fache der im Februar üblichen Menge durch die insgesamt 524 Kilometer messenden Rohrleitungen zu den Wasserhähnen in Bad, Küche und Garten. „Mit jeder Gewitterankündigung geht der Verbrauch aber deutlich sichtbar zurück“, berichtet Könnemann auch gern von seinen positiven Beobachtungen.

Ein Blick in den Brunnenschacht mit dem Wassermeister Andreas Roos. Quelle: Gesine Michalsky

Auch wenn Regen-Ankündigungen viel häufiger kommen könnten, zieht der Umweltingenieur klar ein beruhigendes Fazit: „Die Versorgung mit Trinkwasser ist im Gebiet der MWA stabil. Die Situation ist extrem, aber nicht besorgniserregend.“ Deswegen seien auch keine Einschränkungen beim Sprengen für Gartenbesitzer zu erwarten.

Gärten nach 21 Uhr zu gießen, entlastet das Wassernetz

Trotzdem gäbe es die aus der Sicht der Wasserwerker in den Sommermonaten bedenkliche Angewohnheit in den Haushalten, in der Zeit von 17 bis 21 Uhr besonders viel erfrischendes Nass zu benötigen. „Wenn der Garten erst nach 21 Uhr gegossen wird, wäre das sehr entlastend.“ Das Vorhalten von Spitzenmengen für eine Verteilung in einem kurzen Zeitraum nutzt die vorhandenen Kapazitäten einfach schlecht aus.

Zur Zeit bereitet die MWA In Kleinmachnow den Ausbau des Wasserwerkes vor, damit es nicht zu Engpässen in der Versorgung kommt. Das Genehmigungsverfahren laufe derzeit noch und brauche seine Zeit. Die Investition ist aufgrund des Zuzugs in den vergangenen Jahren notwendig geworden.

Wasserwerke versorgen 84.000 Einwohner

Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nummer eins, sagt Könnemann. Im MWA-Gebiet besteht es aus Grundwasser, das durch Regen gebildet und aus 40 bis 130 Meter tiefen Brunnen hochgepumpt wird. Der tiefste Brunnen gehört zum Wasserwerk in Tremsdorf. In den Wasserwerken stellt am aus Rohwasser Trinkwasser her. Dazu müssen Eisen und Mangan herausgefiltert werden. So aufbereitet, kommt es zu rund 84.000 Einwohnern, die laut MWA in beiden Verbandsgebieten leben.

Investitionen

Das Wasserwerk Kleinmachnow ist bereits im Jahr 1995 zum ersten Mal saniert worden.

Es folgten weitere Investitionen an der Anlage im Jahr 2005.

Vergrößert werden in den kommenden Jahren neben der Zahl der Brunnen auch die Aufbereitungsanlage und die Reinwasserbehälter zur Filterung des Wassers in der Rudolf-Breitscheid-Straße.

Der tiefste Brunnen der MWA gehört zu einem Wasserwerk in Tremsdorf.

Glücklicherweise werde das Grundwasser so schnell nicht knapp, versicherte der Techniker. „Wir zehren noch von den Wasservorräten aus dem regenreichen Jahr 2017, sagt der Cheftechniker der MWA weiter. „Aber auch, wenn die Wasserstands-Pegel in den Brunnen immer ein bisschen schwanken, gleichen sie sich so über die Jahre auch wieder aus.“ Übrigens gehört das Gartensprengen leider kaum zum Wasserkreislauf: Das meiste Gartenwasser verdunstet bei der Hitze auf den Pflanzenblättern oder wird für das Wachstum der grünen Pracht gebraucht. Aber dafür ist das Wasser ja auch vor allem da.

Von Gesine Michalsky

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