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Kleinmachnow Besucherrekord im Freibad Kleinmachnow
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19:35 14.07.2019
Der Sprung ins Wasser lockte im Juni so viele Besucher ins Freiband in Kleinmachnow wie noch nie, Quelle: Friedrich Bungert
Kleinmachnow

Rund 53.000 Gäste verzeichnete das Freibad Kiebitzberge in Kleinmachnow im vergangenen Juni – damit wurde fast die Hälfte der Besucher des gesamten vorigen Jahres in nur einem Monat erreicht. 2018 hatten insgesamt rund 117.000 Schwimmbegeisterte (ohne Schulschwimmen) den Weg ins Freibad gefunden. „Das ist der stärkste Juni überhaupt bis jetzt“, freut sich Geschäftsführer Markus Schmidt. „Das war ein ganz toller Monat. Es war richtig was los. 2018 hatten wir 22 000 Besucher im Juni.“

Vor allem an den beiden heißesten Tagen, dem 26. und 30. Juni, wäre es richtig voll gewesen: Lange Schlangen an den Kassen und beim Imbiss, eine volle Liegewiese bei Temperaturen von Ende 30 Grad Celsius. An diesen Tagen seien mehr als 5000 Gäste, an dem Sonntag sogar mehr als 5500 zum Schwimmen gekommen. „Das ging schon frühmorgens los.“ Schmidt räumt ein, dass die Kasse ein hoher Stressfaktor ist. „Es gibt halt nur zwei und alle müssen durch.“ Die maximale Auslastung des Bades, die bei einer Tagesbesucherzahl von 6000 gilt, wurde allerdings nicht erreicht.

Stimmung war durchweg gut

Die Stimmung im Freibad sei jedoch durchwegs gut gewesen, betont Schmidt. „Sehr fair, ein toller Umgang miteinander, keine Aggressionen, keine Schlägerei. Ein tolles Familienbad“, freut er sich. Dies war während der heißen Wochen nicht überall der Fall gewesen, in anderen Bädern hatte es Gewalt und Pöbeleien gegeben. Die Kleinmachnower Schwimmmeister würden allerdings auch darauf achten, dass die Regeln wie Fotoverbot, kein Rennen oder Ballspiele nur dort, wo sie erlaubt sind, eingehalten würden. Manchmal müssten die Gäste daran erinnert werden, dann gäbe es Gespräche. Etwa zu der Frage, wieso man nicht mit Straßenschuhen zu den Becken dürfe. Durch das Erklären der Baderegeln könne der scharfe Ton aber herausgenommen werden.

Gerne erinnert sich der Geschäftsführer an einen Jungen, der schon sehr gut schwimmen konnte und sein Silber-Abzeichen machen wollte, sich aber nicht traute, vom Drei-Meter-Brett zu springen. Jeden Tag sei er wiedergekommen und alle hätten schon mitgefiebert – bis er es dann am vierten Tag geschafft habe. Am fünften habe er dann das Gold-Abzeichen gemacht.

Vollgeparkte Straßen

Weniger gut lief es im Juni und auch schon im Mai in der Umgebung des Freibades: „Wenn das Wetter schön und das Freibad entsprechend gut besucht ist, dann erreichen uns auch jede Menge Anwohner-Beschwerden wegen vollgeparkter Straßen rundherum“, berichtet Martina Bellack, Pressesprecherin der Gemeinde Kleinmachnow. „Da werden Haltverbote ignoriert sowie Einfahrten und Übergänge zugeparkt.“

In dieser Zeit seien Ordnungsamt und Polizei dann täglich für Kontrollen unterwegs. Im Mai und Juni wurden so in der Fontane- und der Gerhard-Eisler-Straße – also im direkten Umfeld des Kleinmachnower Freibades – weit mehr als 400 Knöllchen verteilt, sagt Bellack.

Auch Schmidt bestätigt: „Die Parkplätze sind natürlich immer ein Thema.“ An rund zehn Tagen im Jahr würde der eigens für das Freibad errichtete Parkplatz nicht ausreichen und das Freibad liege ja in einem sensiblen Gebiet. „Es ist ein Problem, dass dann gerne wild geparkt wird.“ Viele wüssten aber, dass sie besser mit dem Fahrrad kommen sollten und die 480 Stellplätze dafür seien auch alle voll gewesen. Doch man sei generell an dem Parkthema dran.

Von Konstanze Kobel-Höller

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