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Kleinmachnow Brücke über Kleinmachnower Bäke ist wieder frei
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Brücke über Kleinmachnower Bäke ist wieder frei
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16:48 26.09.2019
Bürgermeister Michael Grubert (SPD, 2. v. l.) durchschneidet das obligatorische Band mit Gerhard Casperson, Frank Musiol und Uwe Brinkmann (v. l.). Quelle: Gesine Michalsky
Kleinmachnow

Trockenen Fußes über die Bäke zu kommen, das war zur Entstehungszeit Kleinmachnows Voraussetzung für alle Handelsunternehmungen. Am Donnerstag eröffnete Bürgermeister Michael Grubert (SPD) nach vierjähriger Sperrung die kleine Bäkebrücke – jetzt erreichen Spaziergänger über den neu hergerichteten barrierefreien Weg vom Zehlendorfer Damm an der Bäkemühle wieder die Festwiese.

Brücke für 70.000 Euro saniert

Das Landschafts- und Naturschutzgebiet rund um die Bäke gilt als Attraktion für Naherholungssuchende. 70.000 Euro hat die vom Bauhof Kleinmachnow ausgeführte Sanierung der 1986 errichteten Brücke gekostet – inklusive der Neuanlage des Weges. Und der Wegebau geht weiter bis zur Allee am Forsthaus. „Ab dem 7. Oktober werden wir als nächstes den Bäke-Rundweg aufhübschen“, kündigte der Leiter des kommunalen Bauhofes, Uwe Brinkmann, an.

Ermöglicht hat die Brücken-Sanierung ein Kaufvertrag mit dem neuen Eigentümer der Bäkemühle, dem Mediziner Knud Gastmeier. „Die Gemeinde hat die Brücke sehr günstig von Herrn Gastmeier erworben und einen Grundstücktauschvertrag geschlossen, mit dem alle sehr zufrieden sind“, berichtete Bürgermeister Grubert über die Verhandlungen. Einbeziehen in die Landschaftsarbeiten konnten die Fachleute vom Grünflächenamt das Wissen engagierter Kleinmachnower, die im Rahmen der Arbeitsgruppe der Lokalen Agenda die Maßnahmen begleiteten. Der Lehrpfad, den der Biologe Gerhard Casperson rund um die Festwiese einst anlegte, geht auf die Agenda-Arbeit zurück und kommt mit den aktuellen Maßnahmen auch wieder besser zur Geltung.

Bäkemühle wird zum Tag des offenen Denkmals präsentiert

Eine gute Nachbarschaft verspricht, mit der Praxis von Knud Gastmeier in der Bäkemühle heranzuwachsen. Zur Brückeneröffnung bot der Potsdamer Arzt und Schmerztherapeut an, die inzwischen denkmalgerecht sanierte Wassermühle regelmäßig zu öffnen. „Wir werden alle Interessierten einladen, am Tag des offenen Denkmals das historische Gemäuer von innen zu besichtigen“, versprach der Mediziner, der das historisch interessante Gebäude 2016 für die Praxis seiner Tochter Anne Gastmeier erworben hat und es seitdem umbauen ließ.

„Mühlenärztin“ Anne Gastmeier mit ihrem Vater Knud vor dem Terrassen-Eingang des ehemaligen Restaurants „Zur Bäkemühle“. Quelle: Gesine Michalsky

Wegen des feuchten Untergrundes musste das ganze Gebäude sogar angehoben werden. Unter Denkmalschutz stehen die alte Fassade und das Treppenhaus. Dies alles musste erhalten werden. Das Wasserrad, das die Mühle ursprünglich antrieb und mit dessen Kraftübertragung Getreidelieferungen in den ersten Stock hoch gehieft wurden, sei nicht mehr zu retten gewesen, berichtet Gastmeier.

Erinnerungen an den alten Wassermüller an der Bäke

Seine vielen persönlichen Beziehungen zur Bäkemühle und der Umgebung hätten es ihm aber leicht gemacht, in den Denkmalschutz zu investieren, erklärte der in der Gegend aufgewachsene Mediziner. Als Teenager half er bis 1972 dem Müller in den Sommerferien als Aushilfe und schleppte Mehlsäcke. Am Nebengebäude zeigte er auf Rauchspuren an der Fassade: „Die stammen von Maschinen, die auf den Wasserantrieb folgten.“ An den hellen Ziegeln erkenne man die metertiefen Fenster der Mühle, aus denen man die Getreidesäcke direkt auf die Straße rutschen ließ. Und die schmucken Fassadenelemente sind Zeugnisse des Tudor-Baustils, der in der Erbauungszeit um 1864 sehr angesagt war.

Landesverband der interdisziplinären Schmerztherapeuten gegründet

Tochter Anne erzählt, das viele ihrer Patienten als erstes von ihren Erinnerungen an Familienfeste erzählen: „Hier haben wir mal gefeiert, sagen sie dann und sind erstaunt, wie sich die Räumlichkeiten verändert haben.“ Das Behandlungszimmer der Ärztin befindet sich heute an der Stelle, an der früher der Koch des Restaurants „Zur Bäkemühle“ seine Löffel schwang. Und im Kaminzimmer im ersten Stockwerk befindet sich das Wohnzimmer der Familie der jungen Ärztin. „Hier habe ich 1993 den Landesverband der interdisziplinären Schmerztherapeuten gegründet“, erinnert sich ihr Vater.

Von Gesine Michalsky

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