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Kleinmachnow Ein Flüchtlingsheim in Kleinmachnow?
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Ein Flüchtlingsheim in Kleinmachnow?
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10:49 14.12.2019
Kleinmachnow sollte ein Übergangswohnheim für Geflüchtete bekommen, schlägt die Fraktion Bürger für gute Lebensqualität in Kleinmachnow (BiK) vor. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung stieß sie damit allerdings auf wenig Begeisterung. Quelle: Detlev Scheerbarth
Kleinmachnow

Ein Übergangswohnheim für Geflüchtete möchte die Fraktion Bürger für gute Lebensqualität in Kleinmachnow (BiK) in die Gemeinde holen. Kleinmachnow soll dem Kreis Potsdam-Mittelmark ein geeignetes bebautes oder unbebautes Grundstück für die Nutzung oder zur Errichtung eines Gebäudes anbieten, schlug BiK-Vertreter Max Steinacker bei der letzten Gemeindevertretersitzung des Jahres vor.

Kleinmachnow würde die geforderten infrastrukturellen Standortkriterien nahezu ideal erfüllen, zudem gebe es ein ausgeprägtes bürgerschaftliches Engagement, das die gesellschaftliche Teilhabe und Integration von Menschen mit Fluchthintergrund nachhaltig unterstütze, sagt er.

Teltower Projekt vorerst auf Eis

Von Seiten der anderen Fraktionen in der Gemeindevertretung schlug Steinacker nicht gerade Begeisterung entgegen: Klaus-Jürgen Warnick (Linke) erklärte, er könne dem Antrag nicht zustimmen, da man dem Landkreis so etwas nicht aufzwingen könne. „Momentan reichen dem Kreis die Grundstücke, die ihm zur Verfügung stehen“, so Warnick. Tatsächlich ist Potsdam-Mittelmark aber mit der Aufnahme von Geflüchteten im Rückstand und plant daher die Errichtung neuer Heime. Das Vorhaben, in Teltow einen Neubau für bis zu 66 Personen zu errichten, wurde erst kürzlich verschoben, weil es noch offene Fragen zu klären gibt.

Jede fünfte Wohnung für Geflüchtete

Uda Bastians-Osthaus (CDU) sagte, man könne Kleinmachnow nicht vorwerfen, es würde nichts für Geflüchtete tun. Immerhin werde bereits jede dritte frei werdende Wohnung der Gewog an Flüchtlinge vermietet. Dies relativierte Andrea Schwarzkopf (Bündnis 90/Grüne): „Es ist jede fünfte Wohnung – und die angebotenen werden teilweise aus verschiedenen Gründen auch gar nicht alle genommen.“

Ausschüsse sollen Vorschlag diskutieren

Schwarzkopf würde die Intention zwar unterstützen, sehe aber eine andere Problemstellung in Kleinmachnow: Welche, konkretisierte sie an dieser Stelle nicht.

Das kann sie aber sicher noch in der nächsten Ausschussrunde, denn die einreichende Fraktion selbst plädierte dafür, den Antrag in die Fachausschüsse zu verweisen und dort ausführlich zu diskutieren, um alle offenen Fragen beantworten zu können. Dem wurde zugestimmt.

Von Konstanze Kobel-Höller

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