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Kleinmachnow Wie steht es um die Stammbahn-Verbindung?
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00:19 02.04.2019
Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD, l.) und der Konzernbeauftragte der Deutschen Bahn AG, Alexander Kaczmarek, vor der Karte mit dem geplanten Verlauf der Stammbahnstrecke. Quelle: Gesine Michalsky
Kleinmachnow

„So nah dran wie jetzt waren wir seit 1990 noch nie“, beantwortete der Konzernbeauftragte der Deutschen Bahn AG, Alexander Kaczmarek dieser Tage die zentrale Frage einer Informationsveranstaltung, zu der die Bürgerinitiative Stammbahn in die Neuen Kammerspiele Kleinmachnow eingeladen hatte. „Wie geht’s weiter mit der Stammbahn?“ wollten rund 200 Gäste von ihm und anderen Gesprächspartnern wissen. Kaczmarek versprach in der Veranstaltung, zum Jahresende wiederzukommen, um „dann auch über Details reden“ zu können.

Der frühere S-Bahnhof Düppel war einer der Haltepunkte der Stammbahn. Quelle: Sammlung Michalsky

Bürgermeister Michael Grubert (SPD) bekräftigte in dem Forum den Wunsch der Kleinmachnower nach einem Schienenanschluss. Doch letztendlich ist es eine politische Entscheidung, die die Bahn anschließend umsetzen muss, stellte der Konzernbeauftragte klar. Drei Varianten für die Reaktivierung der Stammbahn von Potsdam über Griebnitzsee bis zum Potsdamer Platz in Berlin-Mitte prüft der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) im Rahmen des ÖPNV-Konzeptes i2030: Eine S-Bahn- beziehungsweise eine Regionalbahn-Variante, die einen Neubau der klassischen Stammbahn-Strecke über Kleinmachnow erfordern. Die dritte Variante wäre eine „Neue Stammbahn" über das Güterzug-Gleis auf der Trasse der S-Bahn-Linie S 1 über Wannsee und den Mexikoplatz – allerdings an Kleinmachnow vorbei. „Die Länder bestellen und finanzieren die Züge und erwarten unterm Strich auch wirtschaftliche Ergebnisse“, erklärte Kaczmarek.

Entscheidung fällt nicht vor den Landtagswahlen

Die Entscheidung zur Wiederaufnahme der historischen Stammbahn-Verbindung wird nicht vor den Landtagswahlen fallen, hatte Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) unlängst auf einem Verkehrsforum erklärt.

Der Konzernbeauftragte der Deutschen Bahn favorisiert für die Stammbahn eine klassische zweigleisige Regionalverbindung.

Neben ihm und Grubert saßen Axel Kruschat vom BUND und Hans Leister vom Fahrgastverband Pro Bahn Berlin Brandenburg im Podium. Kruschat erkannte zwar das hochrangige Interesse am Ausbau des Bahnnetzes an, mahnte aber eine kritische Begleitung der Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet Parforceheide an.

Nach Veranstaltungsende diskutierten Hans Leister vom Fahrgastverband Pro Bahn Berlin Brandenburg (l.) und Moderator Udo Dittfurth von der Bürgerinitiative Stammbahn weiter über das Thema. Quelle: Gesine Michalsky

Peer Hartwig von der Schutzgemeinschaft Stammbahn, die sich für eine umweltschonende Wiederbelebung der Stammbahn einsetzt, wollte wissen, warum die Regional- der S-Bahn vorgezogen und ob auch der ICE die Strecke nutzen wird. „Die Strecke hat die klassische Entfernung von Regionalbahnverbindungen, aber wir wollen nicht bis nach Magdeburg fahren“, sagte Kaczmarek. Er möchte noch in seiner Amtszeit die Eröffnungsfahrt erleben. Der Konzernbeauftragte muss noch zwölf Jahre arbeiten.

Von Gesine Michalsky

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