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Kleinmachnow Ein Hoch auf hundert Lebensjahre
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Ein Hoch auf hundert Lebensjahre
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20:46 06.06.2018
Ein Hoch auf die Hundert: Helga Peters feierte in ihrem Appartement im Kleinmachnower Wohnstift Augustinum ihren Jubiläumsgeburtstag. Sie ist allerdings nicht die älteste Bewohnerin des Hauses. Quelle: Stephan Laude
Kleinmachnow

In der Kleinmachnower Seniorenresidenz Augustinum wurde gestern ein 100. Geburtstag gefeiert. Etwa 20 Gäste wurden am Nachmittag erwartet, um mit der Jubilarin Helga Peters-Tonndorf anzustoßen. Zuvor waren Landrat Wolfgang Blasig und Bürgermeister Michael Grubert (beide SPD) zum Gratulieren gekommen. Neben Blumen gab‘s von Blasig einen Bildband über Potsdam-Mittelmark und von Grubert einen in der Glashütte Annenwalde gefertigten Engel. Er solle Frau Peters-Tonndorf weiter beschützen, sagte der Bürgermeister. Auch Augustinum-Direktor Dietmar Stallein überbrachte Glückwünsche.

Die Jubilarin hatte sich über den Besuch sichtlich gefreut, auch wenn es ihr inzwischen schwerfällt, Gespräche zu führen. Das Gehör ist halt nicht mehr das beste. Helga Peters-Tonndorf ist gebürtige Berlinerin und hat dort auch immer gelebt. Nur zur Geburt ihres Sohnes hatte sie die Stadt für einige Monate in Richtung Göttingen verlassen. Das war 1943. Ihr Ehemann ist schon mit 31 Jahren gestorben, allerdings nicht im Krieg, sondern an einer Krankheit. Der Sohn kennt seinen Vater nur von Bildern. Er wurde Zahnarzt und Kiefernchirurg. „Inzwischen ist er selbst ein alter Herr“, sagte die 100-Jährige, die als Sekretärin gearbeitet hatte, bei einem Gläschen alkoholfreien Sekt auf dem Balkon ihres Appartments. Sie war 1999 vom Roseneck im Grunewald in die Kleinmachnower Seniorenresidenz umgezogen. Auf die unvermeidliche Frage nach einem Rezept, um so ein begnadetes Alter wie 100 zu erreichen, reagierte Helga Peters-Tonndorf mit einem durchaus überraschenden Satz: „Man muss sich nicht alles gefallen lassen.“

Landrat will Hundertjährigen im Landkreis persönlich gratulieren

Helga Peters-Tonndorf ist nicht die älteste Bewohnerin des Augustinums. Direktor Stallein wies darauf hin: Eine Dame ist schon 105. In ganz Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes etwa 16 500 Menschen 100 Jahre oder älter. „Zu ungefähr 25 Prozent können Gene erklären, weshalb manche Menschen 100 Jahre alt werden und andere schon früher sterben“, sagt der Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock. In hohem Maße ist die Lebenserwartung – auch in Industrieländern – von der sozialen Schicht beeinflusst, der die Menschen angehören. Je niedriger der sozioökonomische Status sei, desto höher sei der subjektiv erlebte Stress, sagte 2017 bei der Vorlage einer Studie der Leiter des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, Reiner Klingholz. Stress wiederum fördere körperliche Erkrankungen, Depressionen und andere psychische Störungen. Zudem kämen Übergewicht, ungesunde Lebensweise und gesundheitsschädliche Verhaltensweisen wie Rauchen überwiegend in Gruppen vor, die sozial benachteiligt sind. Alles in allem dürfte die durchschnittliche Lebenserwartung weiter steigen, aber langsamer als in den vorigen Jahren. Es gibt Forscher, die meinen, in einigen Industrieländern könne in den Geburtsjahrgängen ab 2000 mindestens die Hälfte 100 Jahre und älter werden.

Bis diese Theorie Praxis ist, gilt: Der 100. ist ein sehr besonderer Geburtstag und Landrat Blasig hat sich deshalb vorgenommen, weiterhin möglichst jedem, der im Landkreis diese Zahl erreicht, persönlich zu gratulieren.

Von Stephan Laude

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