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Kleinmachnow Zwei Quadratmeter gegen zwei Mitbürger
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22:47 06.11.2019
Als 1964 die L 76 am Stahnsdorfer Hof gebaut wurde, kam es zu einer ungünstigen Durchschneidung der Ortsgrenzen. Quelle: Foto: Konstanze Kobel-Höller
Region Teltow

Stahnsdorf wird um zwei Quadratmeter kleiner, dafür gewinnt es zwei neue Bürger dazu – diese Veränderungen entstehen, wenn demnächst voraussichtlich die Gemeindegrenzen zwischen der Gemeinde und ihrem Nachbarn Kleinmachnow verändert werden.

Schon vor sieben Jahren hatten die Planungen dafür begonnen: Insgesamt sollen 9192 Quadratmeter der Gemeinde Stahnsdorf gegen 9190 Quadratmeter der Gemeinde Kleinmachnow getauscht werden. Alle Flächen liegen im Bereich um die Kreuzung Stahnsdorfer Hof.

Ortsgrenze war ungünstig durchschnitten

Als 1964 die L 76 als Umfahrung verlegt wurde und so der Bäkedamm entstand, kam es zu einer ungünstigen Durchschneidung der Ortsgrenzen der beiden Gemeinden. Zwar lag in der Folge der Hauptteil der Straße auf dem Stahnsdorfer Gemeindegebiet, ein Teil jedoch auch auf Kleinmachnower Areal, so etwa die Bushaltestelle „Stahnsdorfer Hof“. Bei Baustellen, Fragen der Unfallsicherung oder anderen Themen sorgte dies immer wieder für unnötige Komplikationen. In Zukunft soll nun der gesamte Straßenzug Bäkedamm/Wilhelm-Külz-Straße zu Stahnsdorf gehören, das nach Herabstufung der Landesstraße zur Kreisstraße 6960 nun die Kreuzung gestalten kann.

Kleinmachnow bekommt im Gegenzug dazu unter anderem Grundstücke, die an die Bäkewiese grenzen – und freut sich über ein Stück mehr Grün. In erster Linie handelt es sich dabei um unbewohnte Flächen – bis auf eine in der Wilhelm-Külz-Straße. So kommt es, dass nicht viele Bürger von dem Gebietsaustausch betroffen sind, genau genommen sind es nur zwei: die Familie Petzold. Sie lebt seit 1977 in einem Haus auf der Tauschfläche und hat mit dem Ortswechsel ohne Umzug kein Problem. „Zumal wir früher schon einmal Stahnsdorfer waren“, wie Waltraud Petzold berichtet. Erst nach der Wiedervereinigung sei das Grundstück zu Kleinmachnow gekommen.

Keine Zusatzkosten für die Familie

In der Folge klappte es mit der Postzustellung nicht immer. „Alle unsere Nachbarn sind ja Stahnsdorfer“, so Waltraud Petzold. Inzwischen hat sich das eingespielt. Die Post kommt aus Stahnsdorf, Strom und Wasser auch. „Eigentlich fühlen wir uns auch als Stahnsdorfer“, stellt die Kleinmachnowerin denn auch fest.

Von dem angestrebten Gebietsaustausch wurde die Familie nicht überrascht. Schon 2014 steckte dazu ein Schreiben im Briefkasten, in dem die Gemeindeverwaltung Kleinmachnow Petzolds um ihre Auffassung zum Austausch bat. Die Familie gab ihre Zustimmung unter der Bedingung, dass ihr dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen. Die soll es auch nicht geben, wie in einem Brief im April 2019 die Gemeindeverwaltung Stahnsdorf versicherte.

Die Gesamtkosten für diesen Gebietsaustausch betragen annähernd 8000 Euro – darin eingeschlossen sind die Meldekosten für die Familie Petzold.

Von Konstanze Kobel-Höller

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