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Kleinmachnow Schöner leben ohne Nazis
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10:25 08.08.2019
Bereits im vorigen Jahr hatten die Neuen Kammerspiele zu einem Bekenntnis gegen Rechts aufgerufen. Das Video wurde auf Facebook veröffentlicht und lief auch in den Kammerspielen als Vorfilm. Quelle: Neue Kammerspiele Kleinmachnow
Kleinmachnow

Gegen Rechts treten die Neuen Kammerspiele in Kleinmachnow mit dem Festival „Schöner leben ohne Nazis“ am Samstag, dem 17. August, ein. „Wir nehmen uns dieses Themas immer wieder an, wir halten es für sehr wichtig“, erklärt Carolin Huder, eine der beiden Geschäftsführerinnen der Neuen Kammerspiele. „Als Kultureinrichtung haben wir die Verpflichtung, uns zu positionieren.“

Video lief auf Facebook und als Vorfilm

Bereits im vorigen Jahr hatten die Kammerspiele anlässlich der Ereignisse in Chemnitz und der damit zusammenhängenden Hasswelle über Facebook einen Aufruf gestartet, gemeinsam in einem #wirsindmehr-Video dagegen aufzustehen. „Am Dienstag haben wir dazu aufgerufen, am folgenden Sonntag waren dann mehr als 350 Menschen im Kino, um ihr Gesicht zu zeigen.“ Das Video wurde auf Facebook veröffentlicht und lief auch in den Kammerspielen als Vorfilm. Die Musik dazu wurde vom Berliner Grips-Theater zur Verfügung gestellt: „Einer ist keiner, zwei sind mehr als einer, sind wir aber erst zu dritt, machen alle andern mit!“ Von einem Riesenerfolg spricht Huder – und dass diese Aktion gemeinsam mit der Flick-Stiftung initiiert wurde.

Kampagne läuft seit 2013

Die Jugendkampagne „Schöner leben ohne Nazis“ des Aktionsbündnisses und des Landesjugendringes läuft seit 2013 in Brandenburg mit verschiedenen Aktionen, darunter Plakataktionen zu Wahlkämpfen, einem Kinosommer oder einem starken Auftritt in den sozialen Medien. Die Sommertouren führen durch Proberäume, auf Straßenfeste, Festivals und in Jugendclubs. Merchandising-Produkte wie Sportflaschen, Kühltaschen oder Fahrradklingeln sollen dafür sorgen, dass die Aussage allgegenwärtig bleibt. Finanziert wird die Kampagne durch die Flick- Stiftung.

Theater, Film und Diskussionsforum

In Kleinmachnow wird am 17. August unter anderem die hauseigene Theatersportgruppe mit dabei sein und Improvisationstheater bieten, bei dem das Publikum den Schauspielern Themen zuruft, auf die diese dann reagieren. Jazzmusik und der Film „Der große Diktator“ mit Charlie Chaplin stehen ebenso auf dem Programm wie eine Party mit DJ. Parallel dazu gibt im kleinen Saal eine Diskussionsrunde mit interessanten Gästen. Der Eintritt ist frei.

Schon große Nachfrage

Huder rechnet mit großem Interesse. „Ich sehe jetzt schon eine große Nachfrage auf Facebook, das übersteigt unsere üblichen Veranstaltungen deutlich.“ Das freut die Geschäftsführerin: „Weil das zeigt, dass wir doch in einer Gegend leben, in der man sich noch politisch interessiert.“ Kurzfristig alles zu organisieren, war indes alles andere als einfach: „Durch die Sommerferien war es schon schwierig, das selbst auf die Beine zu stellen“, so Huder.

Von Konstanze Kobel-Höller

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