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Kleinmachnow Wenn das Spezialkommando zwei Mal klingelt
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Wenn das Spezialkommando zwei Mal klingelt
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16:17 16.07.2018
Quelle: Symbolbild
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Kleinmachnow

Am Donnerstagabend vergangener Woche meldete eine Frau der Polizei, dass ihr Ex-Mann sie in der vorherigen Nacht mit einer Schusswaffe bedroht haben soll. Ein Fall für die Polizisten der Brandenburger Spezial-Kräfte.

Sie nahmen den 54-Jährigen fest. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes wurden ein Messer sowie eine Schusswaffe gefunden.

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Wie die Polizei mitteilte, wurde der Mann vernommen und eine Gefährdungsbewertung durchgeführt. Dem Mann wurde vom Amtsgericht verboten, sich seiner Ex-Frau zu nähern, dann wurde er, „wegen Fehlens von Haftgründen“, wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegenüber der Polizei gab der Mann an, sich freiwillig in psychiatrische Behandlung zu begeben.

Weitere Gefährdung nicht ausgeschlossen

Die Ermittlungen waren aber noch nicht abgeschlossen. Am Samstag war man zu dem Schluss gekommen, dass die Frau wiederholt von ihrem Ex-Mann aufgesucht werden könne. Zudem gingen die Ermittler davon aus, dass er weitere Waffen besitzen und versteckt haben könnte.

Ein Richter erließ daraufhin noch am Samstagabend Durchsuchungsbeschlüsse sowie die „Weisung, dass der Mann aus gefahrenabwehrenden Gründen erneut in Gewahrsam genommen werden solle“, so die Polizei am Montag.

Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg

Wiederum machten sich Spezialkräfte der Brandenburger sowie der Berliner Polizei auf den Weg. In Kleinmachnow und Berlin durchsuchten sie die bekannten Aufenthaltsorte des Mannes. Er wurde erneut festgenommen „schließlich zur Gefahrenabwehr in Gewahrsam“ genommen.

Und die Spezial-Kräfte wurden fündig: Es wurde eine weitere Waffe gefunden.

Die bisherigen Ermittlungen ergaben laut Polizeiangaben keinen Hinweis darauf, dass in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Kleinmachnow geschossen wurde.

Beide Schusswaffen werden derzeit noch auf ihre Beschussfähigkeit geprüft.

Der Mann wird derzeit erneut von Kriminalisten der Polizeiinspektion Potsdam vernommen und danach sein weiterer Verbleib geklärt.

Von MAZonline