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Kleinmachnow Neuer Hort aus Holz
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Neuer Hort aus Holz
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13:55 15.11.2018
Der neue Hort, der auf dem Grundstück des Jugendzentrums „Carat“ im Adolf-Grimme-Ring in Kleinmachnow geplant ist, soll ein zweigeschossiger Holzbau aus Lärche werden. Quelle: KIS Architektur, Hamburg
Kleinmachnow

Die Erweiterung des Kleinmachnower Hortes „Am Hochwald“ soll bis Frühjahr 2020 an seinem Standort neben dem Jugendclub Carat fertiggestellt sein, damit der Betrieb dann in vollem Betrieb gestartet werden kann. Nun präsentierte das Architekturbüro KIS aus Hamburg die Details des Entwurfs: Der Hort soll ein zweigeschossiger Holzbau mit Holzfassade werden, wobei Lärche verwendet wird, die im Laufe der Zeit grau wird und wenig Pflege benötigt.

Keine fossilen Brennstoffe

An den im Erdgeschoss geplanten Bewegungs- und Multifunktionsraum schließt eine Küche an, in der auch mit den Schülern und Schülerinnen gemeinsam gearbeitet werden kann. Über die Terrasse gelangt man in den Garten. Im Parterre ist außerdem neben der Garderobe auch ein Gruppen-Nebenraum vorgesehen. Dort soll die späte Nachmittagsbetreuung stattfinden. In der ersten Etage sind zwei Gruppenräume sowie ein weiterer Gruppen-Nebenraum angelegt, auch dort kommt man über eine Terrasse in den Garten. Im Keller ist Platz für die Technik, ein Archiv und ein Lager. Zwischen den Geschossen ist ein Aufzug vorgesehen. Die Freiflächen sind noch nicht fertig geplant, ein Fahrradunterstand ist jedoch schon sicher.

Bei der Energieversorgung würden die Architekten möglichst komplett auf fossile Brennstoffe verzichten. Die Fußbodenheizung von Parterre und erster Etage sowie die Heizkörper des Kellers werden von einer Luft-Wasserwärmepumpe versorgt, die auch die Wasserbereitung übernimmt. Die Hälfte des Stromes, der vom Hort verbraucht wird, soll außerdem über eine Photovoltaikanlage erzeugt werden, die auf dem Dach des Gebäudes angebracht werden soll. Mit dieser Haustechnik werde der Hort wegweisend, ist Gemeindevertreter Henry Liebrenz (Bündnis 90/Die Grünen) überzeugt.

Ausnahmegenehmigung bis Ende 2017

Der neue Hort wird dringend wegen der gestiegenen Schülerzahlen in der Gemeinde gebraucht. Das brandenburgische Bildungsministerium hatte für den Schulhort eine Betriebserlaubnis für nur 161 Kinder erteilt. Eine Ausnahmegenehmigung für 187 Schüler der zweiten Klasse war mit der Auflage verbunden, bis Ende 2017 eine Lösung für die zukünftigen Belegungszahlen zu finden.

Für die Planung hatte die Gemeindeverwaltung Kleinmachnow einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Die Hamburger Büros KIS Architektur und Rabe Landschaften hatten den Wettbewerb für sich entscheiden können.

In der Jury saßen der Architekt Arthur Nummrich (Vorsitzender), die Architektin Petra Kahlfeldt, der Landschaftsarchitekt Carlo Wolfgang Becker und Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD).

Die Berechnung für die Baukosten ergibt nach dieser Planung etwa 1,8 Millionen Euro netto ohne Nebenkosten. Das sind 570 000 Euro mehr als noch im Februar bei der Kostenschätzung angegeben wurden. Die größten Kostensteigerungen finden sich dabei in den Bereichen „Technische Anlagen“ sowie „Erschießung und Herrichten“. Allerdings seien zum einen die Wettbewerbsgrundlagen etwas andere gewesen als die jetzige Entwurfsplanung, argumentiert das Architekturbüro. So hätten etwa Bodengutachten und Statik erst später vorgelegen, das hätte Kosten von rund 100 000 Euro verursacht. Einige Anlagen seien zudem als Wunsch neu dazugekommen, noch werde etwa geprüft, ob man auch ohne Lüftung auskommen könnte. Dazu werde gerade eine Simulation erarbeitet. Außerdem sei der Bauboom in den vergangenen zwei Jahren so extrem angestiegen, dass man „die Firmen streicheln muss, damit sie für einen arbeiten“, sagen die Planer. Die Baukosten stiegen also unaufhaltsam weiter.

Erste Ausschreibungen im nächsten März

Die Ausschreibung der ersten Leistungen soll im März erfolgen – fast schon zu spät, wie Gemeindevertreterin Angelika Scheib (CDU) anmerkt, da die meisten Baufirmen zu diesem Zeitpunkt schon für das laufende Jahr verplant seien. Doch aktuell arbeiten die politischen Gremien noch daran, den Aufstellungsbeschluss zu bewilligen. Erst dann kann der Bauantrag gestellt werden.

Von Konstanze Kobel-Höller

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