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Kleinmachnow Gemeinde sucht Lösungen für akute Probleme
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20:04 25.03.2019
Die Gemeinde Kleinmachnow prüft ein Halteverbot am Zehlendorfer Damm. Dagegen hat sich eine Bürgerinitiative gebildet. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Kleinmachnow

Ihre Verkehrsangelegenheiten möchte die Gemeinde Kleinmachnow nun offensichtlich endgültig klären. Dabei wird aktuell eine ganze Reihe von Themen diskutiert: Um das integrierte Verkehrskonzept umsetzen zu können, soll eine Reihenfolge festgelegt werden, in der die kritischsten Verkehrsbereiche in der Gemeinde entschärft werden können. Es wird über den Rathausmarkt als offizielle Fußgängerzone nachgedacht, ein neuer Fußgängerübergang über den Zehlendorfer Damm ist geplant und ein Beschluss zur Umgestaltung der Einmündung des Adolf-Grimme-Ringes auf die Förster-Funke-Allee soll vorbereitet werden.

Parken soll wieder erlaubt sein

Ebenfalls erneut auf dem Tisch liegt der Wunsch der Anwohner des Zehlendorfer Dammes, wieder auf den sogenannten Überfahrten parken zu dürfen. Dies ist seit dem 1. April 2017 untersagt, da die Fahrzeuge den Boden zu stark verdichten würden – die Überfahrten unterbrechen die Grünstreifen. „Sie sind eine Möglichkeit, zum Grundstück zu kommen – sie sind nicht der dritte Stellplatz“, hatte Ordnungsamtsleiterin Soi Leißner gegenüber der Bürgerinitiative (BI) Zehlendorfer Damm erklärt.

Nun spielt die Zeit den Anwohnern in die Hände: Mit der Sanierung der Rammrath-Brücke, die in diesem Jahr beginnen soll, muss mit starkem Umleitungsverkehr über den Zehlendorfer Damm gerechnet werden. Laut der Bürgerinitiative gibt es noch kein Konzept für diese Zeit. „Die Situation würde sich sehr leicht entspannen lassen, wenn wieder auf den Zufahrten geparkt werden dürfte. Ein Haltverbot auf der Straße wäre dann auch überflüssig“, teilt die BI mit.

Halteverbot wäre logischer Schritt

Ein entsprechender Antrag wurde von der SPD eingereicht: Demnach sollen das Parken und das Halten auf bereits wasserdurchlässig befestigten Überfahrten wieder erlaubt werden. Zumindest im Verkehrsausschuss fand sich eine – wenn auch knappe – Mehrheit für dieses Anliegen. Einreicher Bernd Bültermann ergänzt aber, dass im Sinne des Verkehrsflusses der nächste logische Schritt natürlich ein Halteverbot für den Zehlendorfer Damm wäre: „Aber jetzt müssen wir erst einmal das schaffen.“

Zehlendorfer Damm auf Platz zwei

Das gilt sicher auch für das andere große Vorhaben zum Thema Verkehr in Kleinmachnow, das integrierte Verkehrskonzept. Nun wurden Schwerpunktbereiche festgelegt, die auch gleich im Verkehrsausschuss von den Gemeindevertretern wieder geändert wurden. Nach dem Konzept hat die westliche Förster-Funke-Allee höchste Priorität, gefolgt von Stolper Weg/Stahnsdorfer Damm, OdF-Platz/Karl-Marx-Straße, Weinbergviertel und schließlich Rudolf-Breitscheid-Straße. Mehrheitlich wurde im Ausschuss empfohlen, den Zehlendorfer Damm vom vierten auf den zweiten Platz vorzuschieben. Uneinig ist man sich noch, ob ein externes Büro für die weitere Arbeit in Anspruch genommen werden soll – etwa für eine Simulation –, oder ob dies der Verwaltung zugetraut wird.

Radfahren künftig verboten

Für den Rathausmarkt ist die Kennzeichnung als „Fußgängerzone“ geplant. Lieferverkehr soll dabei werktags von sieben bis zehn Uhr erlaubt sein.

Der Grund für diese Entscheidung liegt darin, dass sich Anwohner und Besucher des Rathausmarktes bereits mehrfach beschwert haben, dass es immer wieder gefährliche Situationen zwischen Radfahrern und Fußgängern gibt.

Mit der Auszeichnung als Fußgängerzone möchte die Gemeinde die Aufenthaltsqualität und die Sicherheit für Fußgänger, vor allem für Kinder und Senioren, erhöhen.

Durch die Beschilderung wird es Polizei und Gemeinde möglich, „der schon bisher nicht gewünschten Nutzung des Platzes durch Radverkehr wirksam entgegenzutreten“, heißt es in der Begründung.

Der erste Punkt des Konzeptes soll teilweise bereits in diesem Jahr in Angriff genommen werden: Die Einmündung des Adolf-Grimme-Ringes östlich des Rathausmarktes auf die Förster-Funke-Allee soll noch 2019 für 199.000 Euro umgebaut werden. Dort wird die Fahrbahn im Kreuzungsbereich in Richtung Süden um fast drei Meter aufgeweitet, was den Verlust von zwei Parkplätzen sowie die Fällung und Neupflanzung von sieben Bäumen zur Folge hat.

Ein behindertengerechter Übergang und die Verlängerung der bestehenden Mittelinsel gehören ebenfalls zu den geplanten Änderungen, die vom Verkehrsausschuss mit deutlicher Mehrheit empfohlen wurden. Einen weiteren Fußgängerübergang soll es auch am Zehlendorfer Damm in Höhe des alten Gutshofes geben – die Umsetzung ist mit Juni oder Juli noch vor Beginn der Sanierung der Rammrath-Brücke geplant.

Rathausmarkt als Fußgängerzone

Diskutiert wird die Frage, ob der Rathausmarkt als Fußgängerzone ausgeschildert werden soll – und wenn ja, mit welchen Ausnahmen. Einerseits sollen Lieferverkehr und Zufahrt gewährleistet werden, andererseits sollen keine schweren Lkw auf dem Markt fahren dürfen. Offene Fragen sind: Was ist mit Nachtveranstaltungen, mit den Paketshops oder den Marktleuten? Uneinigkeit herrscht auch bei der Frage, ob Radfahrer überall, nur in bestimmten Zonen oder gar nicht auf dem Platz fahren sollen. Vorerst empfahl der Verkehrsausschuss mehrheitlich die Beschilderung als Fußgängerzone.

Die Kleinmachnower diskutieren derzeit, ob der Rathausmarkt künftig als Fußgängerzone ausgewiesen werden soll. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Von Konstanze Kobel-Höller

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