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Kleinmachnow Verein kastriert Streuner
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Verein kastriert Streuner
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21:14 07.05.2019
Vereinsvorsitzende Christine Laslo (l.), Vereinsmitglied Nicole Kabbeck und die anderen Kleinmachnower Tierschützer kümmern sich um verwilderte Straßentiere. Quelle: Privat
Kleinmachnow

Nach Angaben des Kleinmachnower TierschutzvereinsKastration von Streunern“ sind bundesweit mehr als zwei Millionen verwildeter Katzen und Hunde unterwegs. Allein im Land Brandenburg sollen es bis zu 70 000 Straßentiere sein. „Meist werden die Tiere ausgesetzt und sind sich dann selbst überlassen. Wir wollen ihr Elend lindern, indem wir mit Kastrationen ihre weitere unkontrollierte Vermehrung eindämmen und uns um eine medizinische Versorgung und um die Ernährung dieser Tiere kümmern“, sagt die 1. Vorsitzende des Vereins, Christine Laslo. Die studierte Betriebswirtin arbeitet mittlerweile seit 30 Jahren im Tierschutz. Der Kleinmachnower Verein wurde im vergangenen Frühjahr gegründet.

Absprache mit Veterinäramt

In Absprache mit den Kommunen der Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (TKS), aber auch mit Potsdam und dem Landkreis sowie mit den jeweiligen Veterinärämtern gehen die Kleinmachnower Tierschützer Hinweisen von Bürgern nach, die herrenlose Tiere melden. Streunerkatzen sind Eigentum der Kommune, sagt Laslo. Man erkennt sie nicht allein am oft ungepflegten Fell. Eine Streunerkatze ist meist scheu, lässt sich nicht anfassen und frisst alles, was die Hauskatze schon nicht mehr anrühren würde. Rund 150 Straßenkatzen hat der Verein derzeit in Pflege.

Tierärztin untersucht Streuner

Die Katzen werden zunächst eingefangen und von einer Tierärztin, die mit dem Verein zusammenarbeitet, medizinisch untersucht. Nicht entwurmte und geimpfte Tiere können nicht nur krank werden, sondern beispielsweise durch ihren Kot in einem Sandkasten Erreger weitergeben. Nach der Kastration wird die Katze wieder an ihren Fundort zurückgebracht, weil sonst die nicht kastrierten Tiere ihren Platz einnehmen und das Problem noch vergrößern würden. „Tierhalter mit sogenannten Freigängerkatzen sind eigentlich verpflichtet, sie kastrieren zu lassen. Doch viele Leute weigern sich“, ärgert sich die Vereinschefin. Meist haben private Tierschützer und Freunde des Vereins in der Nähe Futterstellen für die Streuner eingerichtet. Die Orte bleiben allerdings anonym, damit das Futter nicht vergiftet oder die Tierfreunde bedroht werden.

Verein ist auf Spenden angewiesen

Der Verein ist auch international aktiv. Mit einem süddeutschen Tierschutzverein und einem Team von Tierärzten lässt er Straßenhunde in Italien und Griechenland untersuchen und kastrieren, von denen es in manchen Dörfern genauso viele wie Einwohner gibt. Parallel dazu wollen die Kleinmachnower in diesen Ländern Strukturen aufbauen und Tierschützer gewinnen, mit denen die Länder ihre Probleme später selbst lösen können.

Ihre ehrenamtliche Arbeit finanzieren die Kleinmachnower Tierschützer ausschließlich aus Spenden, auf die der Verein angewiesen ist. Zwar stellt das Land Fördermittel für die Kastration bereit, doch die Bedingungen für die Zuschüsse aus den Förderprogrammen lassen sich nicht auf die Aufgaben des Vereins übertragen und sind oft mit bürokratischen Hürden verbunden, sagt Christine Laslo.

Mehr über den Kleinmachnower Tierschutzverein unter www.kastration-von-streunern.de

Von Heinz Helwig

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