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Kleinmachnow Krimi im Kino
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07:14 30.07.2019
Die Kleinmachnower Kammerspiele wurden während des Filmdrehs zum „Kino Lupe“. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Kleinmachnow

Als „Kino Lupe“ werden die Kleinmachnower Kammerspiele in einer neuen ZDF-Vorabendserie zu sehen sein. Als „Blutige Anfänger“, so der Titel der Serie, werden hier in zwölf Folgen Schüler und Schülerinnen einer Polizeifachhochschule in ihrem Praxissemester mit ersten Mordfällen konfrontiert, die sie mit Unterstützung ihrer Ausbilder lösen müssen. Auf der Besetzungsliste stehen neben Gedeon Burkhard und Steffen Groth unter anderem auch Esther Schweins, Neil Malik Abdullah, Luise von Finckh und die ehemalige Germanys-Next-Topmodel-Teilnehmerin Larissa Marolt.

Zufällig Zeugen eines Mordes

Der erste Fall für vier der zukünftigen Polizisten nimmt seinen Lauf, als sie zufällig Zeugen eines Mordes in einem Kino werden und so in die Ermittlungen rutschen – Szenen, die in den Neuen Kammerspielen in Kleinmachnow entstanden. Zwei Tage lang wurde im ganzen Haus gedreht, erzählt Carolin Huder, eine der beiden Geschäftsführerinnen der Neuen Kammerspiele. Am ersten Tag wurde um sieben Uhr morgens begonnen und erst um elf Uhr abends aufgehört, weil auch Aufnahmen in der Dämmerung geplant waren. Gearbeitet wurde überall: Im Kinosaal, dem Foyer, im Schröders, im Projektorraum und dem Flur davor, auch Außenaufnahmen wurden gemacht. Polizeiautos fuhren vor, der „Tatort“ wurde mit Absperrband gesichert. Im Foyer wurden nicht nur die Süßigkeiten ausgetauscht: „Alle Markensachen mussten weg“, erinnert sich Huder. So wurden auch sämtliche Getränke aus dem Kühlschrank entfernt und von der Filmcrew durch eigene Flaschen ersetzt, auf die zuvor händisch neue Etiketten aufgeklebt worden waren. Im Saal wurden außerdem die Logen umgestaltet, die Sofas kamen raus, stattdessen wurden Stühle reingestellt. „Und alles stand voll mit Technikkram. Es war ein Riesenaufgebot von Leuten, man wusste gar nicht mehr, wer wo dazu gehört.“ Besonders erinnert sich Huder an einen Polizisten in kompletter Montur, mit kugelsicherer Weste, da er ihr wegen der Hitze so leid tat.

Leiche im großen Saal

Arbeitstitel der Kleinmachnower Folge ist – wenig überraschend – „Mord im Kino“. Die Geschäftsführerin wagte während der beiden Tage auch einen kurzen Blick auf das Geschehen: „Als ich mal kurz in den großen Saal geschaut habe, lag da eine Leiche in den Sitzreihen.“ Actionszenen hat sie keine mitbekommen. „Eher Ermittlungen. Es gab ja schon einen Toten.“ Neben dem Lösen der Fälle zwischen Hochschule und „wahrem Leben“ geht es in der Folge aber auch um die privaten Verwicklungen der Studierenden, Dozenten und Ausbilder, kündigt der ZDF an. Gedreht wird noch bis Ende Oktober in Halle und Umgebung sowie im Berliner Umland. Sendetermine wurden noch keine bekanntgegeben, doch Huder kündigt jetzt schon an: „Wir werden das auf jeden Fall während es im Fernsehen läuft bei freiem Eintritt als Public Viewing im Kino zeigen. „Das ist sicher lustig, sich das anzusehen.“

Alte Bestuhlung gefragt

Auch wenn es im Augenblick keine neuen Anfragen gibt, so wurden die Kleinmachnower Kammerspiele damit nicht zum ersten Mal zum Drehort auserkoren. Schon dreimal zuvor fanden sich hier in den vergangenen Jahren Filmcrews für ihre Arbeiten ein. So entstanden Szenen von „Babylon Berlin“, „Tim Taler“ und eine kleinere Produktion hier. Interessant sind die Kammerspiele vor allem, wenn ein Saal mit alter Bestuhlung aus den 1920er Jahren gebraucht wird, so Huder. „Da sind wir wohl eines der wenigen Kinos, die das noch haben.“ Für Dreharbeiten bekommen die Kammerspiele eine sogenannte Motivmiete, die etwas höher als die normale Miete ist, da auch der Zeitaufwand höher ist. „Es sind aber keine Summen, von denen wir reich werden.“

Von Konstanze Kobel-Höller

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