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Kleinmachnow Rund 80 Hinweise zu mutmaßlichem Serienvergewaltiger
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow

Nach Vergewaltigungen in Kleinmachnow, Bernau und Grunewald: 80 Hinweise zu mutmaßlichem Serientäter

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17:27 09.07.2020
Eine Joggerin wurde am Panzerdenkmal in Kleinmachnow vergewaltigt. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Zu der mutmaßlichen Serie von Vergewaltigungen in Berlin und Brandenburg, unter anderem in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark), geht die Polizei Informationen aus der Bevölkerung nach. Bei den Ermittlern seien rund 80 Hinweise von Bürgern eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag auf Anfrage. Am Mittwoch hatten Polizei und Staatsanwaltschaft Aufnahmen aus einer Überwachungskamera von einem Bahnsteig in Bernau (Barnim) veröffentlicht, die den mutmaßlichen Serientäter zeigen sollen.

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Am Mittwochnachmittag sei ein Polizeihubschrauber im Grunewald zur Suche nach dem Mann eingesetzt worden, hieß es von Seiten der Polizei. Über den Einsatz hatten zuvor mehrere Medien berichtet. Auch in den nächsten Tagen könnten Maßnahmen ergriffen werden, sagte der Sprecher - zu Zeit und Ort werde sich die Polizei vorab nicht äußern. Auch die Zahl der in dem Fall eingesetzten Kräfte wird nicht genannt.

Die Behörden rechnen dem Mann sieben Taten zwischen dem 12. und 30. Juni zu. Davon wurden fünf im Bereich des Grunewalds im Berliner Südwesten begangen und eine unweit davon in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark). Hinzu kommt ein Übergriff auf eine junge Frau in Bernau. In mindestens fünf Fällen wurden die Opfer vergewaltigt, einmal blieb es beim Versuch. Der Gesuchte soll etwa 30 Jahre alt, 1,75 bis 1,85 Meter groß und schlank sein.

Glatze und Maske unterm Kinn

Die Videoaufnahmen vom Bahnsteig Bernau-Friedenstal zeigen einen Mann mit Glatze, der seinen Mund-Nasen-Schutz unter dem Kinn trägt. In der RBB-Abendschau vom Mittwoch hatte ein Polizeisprecher berichtet, dass die Aufnahmen „glücklicherweise“ zu diesem Zeitpunkt von einem Fahrkartenautomaten gemacht worden seien.

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Von MAZonline