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Kleinmachnow 100 Jahre Party-Leben in Kleinmachnow
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19:17 06.12.2019
Neugierig auf die Kleinmachnower und ihre Erinnerungen: Kuratorin Sophie Schulz. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Kleinmachnow

Sophie Schulz heißt die neue Museumskuratorin für Kleinmachnow. 33 Jahre ist die Berlinerin alt, hat Abschlüsse als Kulturwissenschaftlerin und Kulturhistorikerin, einen Master in Kunstgeschichte und einen weiteren in Museologie. Letzteren hat sie in Paris absolviert, an der École du Louvre. Beruflich hat sie bereits Erfahrungen im Berliner Museum der Dinge, im Humboldt-Forum und in den Reinbeckhallen gesammelt. „Ich habe einen relativen breiten fachlichen Hintergrund“, beschreibt Schulz ihre Qualifikationen selbst. Doch das Kleinmachnower Projekt habe sie schon immer interessiert verfolgt. „Ich fand es wirklich einzigartig.“ Als schließlich eine Kuratoren-Projektstelle ausgeschrieben war, wollte sie sich unbedingt bewerben.

Ein Anruf bei Alexis Hyman Wolff, die bereits für die beiden ersten Museumsprojekte als Kuratorin eingesetzt war, führte schließlich dazu, dass die beiden sich gemeinsam bewarben. Schulz als Projektleiterin, Hyman Wolff als Beraterin. „Ich lerne so aus den Erfahrungen, die es schon gegeben hat.“

Startschuss am Jägerstieg 2

Am Samstag wird nun in den neuen Räumen am Jägerstieg 2, der ehemaligen Auferstehungskirche, der Startschuss zum dritten Museumsprojekt gegeben. Um 15 Uhr stellen sich die Kuratorinnen vor, sagen ein paar Worte über die Arbeit und den Zeitplan. Anschließend werden Brainstorming-Workshops zur Ideenfindung gebildet. „Man kann aber auch später noch dazustoßen“, versichert Schulz. Die große Ausstellung wird im September im Jägerstieg 2 stattfinden, davor soll es bereits andere Veranstaltungen als Begleitprogramm geben.

„100 Jahre Feiern“ ist das Thema, das diesmal vorgegeben wurde, denn Kleinmachnow zelebriert im nächsten Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Die Leitfrage dabei ist: „Wie wurde und wird in Kleinmachnow gefeiert?“ Außergewöhnliche und alltägliche Feiern, Silvester-Schnappschüsse, die Schallplatte vom Tanzabend im Jugendclub, Fotos von der Jugendweihe oder der Konfirmation – den Erinnerungen sind keine Grenzen gesetzt.

„Wir hatten eine Pause von fast zwei Jahren und hoffen, dass jetzt ganz viele darauf aufmerksam werden, dass es das Museumsprojekt wieder gibt und dass sie auch mitmachen“, sagt Schulz. Sie ist optimistisch: „Wir haben diesmal etwas mehr Zeit und werden die nutzen. Wir wollen viele Menschen ansprechen und sie einbinden.“ Sie hofft darauf, dass Objekte beigesteuert, Fotos gezeigt und Geschichten erzählt werden, Schulklassen sollen Projektideen entwickeln und auch Vereine sollen eingebunden werden.

Auch die Grenznähe ist ein Aspekt

Es gehe nicht nur um die Geschichte, auch wenn diese total interessant und hochspannend sei und sicher einen großen Anteil haben werde, sagt Schulz, die etwa die Aspekte der Grenznähe oder des Künstlerortes Kleinmachnow erwähnt. Auch die Gegenwart werde eine Rolle spielen. „Und wir müssen darüber nachdenken, was das Heimatmuseum der Zukunft ist. Wie kann man ein konventionelles Heimatmuseum wieder interessant machen? Es muss jedenfalls ein vielstimmiger Ort sein.“ Sie selbst sei etwa eine Freundin der materiellen Dinge. „Ein Objekt kann noch so klein sein – es kann immer noch eine spannende Geschichte erzählen.“

Aufgabe von Schulz ist es auch, ein Konzept als Entscheidungsgrundlage für eine Museumsgründung zu erstellen. Zu den Fragen, die sie dabei beantworten möchte, gehören unter anderem: Wie kann eine Sammlung aufgebaut sein? Was sind mögliche Themen? Wie kann die Bürgerbeteiligung aussehen? Welche Strukturen sind für ein dauerhaftes Museum sinnvoll?

„Es gab einen enormen Bevölkerungsaustausch in Kleinmachnow. Es braucht einen Ort, der Begegnungen ermöglicht und Anlaufpunkt für alle Neuen und Alten ist“, sagt Schulz. Sie wünscht sich auf jeden Fall in diesem Jahr viel Beteiligung und Unterstützung der Kleinmachnower: „Es ist ihr Museum – von den und für die Menschen in diesem Ort.“

Von Konstanze Kobel-Höller

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