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Kleinmachnow Vereint gegen das Schwarzwild
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Vereint gegen das Schwarzwild
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19:21 14.01.2019
Die jüngste Begegnung mit Wildschweinen mitten am Tag in Kleinmachnow hat die problematische Situation dramatisch zugespitzt. Quelle: (Handyfoto) Privat
Stahnsdorf

Vertreter der beiden Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf wollen sich schon bald zu einem überörtlichen nichtöffentlichen Fachgespräch zum Thema Wildschweine treffen. Zu diesem Treffen sollen auch die beiden zuständigen Jagdpächter Peter Hemmerden und Jörg Fenske, der Biologe Hans-Dieter Pfannenstiel von der Freien Universität Berlin und der Experte Egbert Gleich vom Landeskompetenzzentrum Forst sowie Vertreter der beiden Jagdbehörden des Landes und des Kreises eingeladen werden. Die Zusammenkunft soll auf ausdrücklichen Wunsch der Jagdpächter an einem neutralen Ort stattfinden, um nicht politisch vereinnahmt zu werden, sagt Stahnsdorfs Gemeindesprecher Stephan Reitzig.

Termin steht noch nicht fest

Derzeit seien Kleinmachnow und Stahnsdorf auf der Suche nach einem Termin, der von allen Beteiligten wahrgenommen werden kann, so Reitzig. „Wir nehmen den Appell unserer Einwohner auf, nach Mitteln und Wegen zu suchen, wie die Kleinmachnower und Stahnsdorfer wirksam gegen das Schwarzwild geschützt werden können“, erklären die beiden Bürgermeister Michael Grubert (SPD) und Bernd Albers (Bürger für Bürger) unisono. Die Wildschweine seien längst kein Problem einer einzelnen Kommune mehr, denn die Tiere machten nicht vor dem Ortsschild halt.

Um die Teilnahme aller Verantwortlichen und Experten an dem Gespräch ermöglichen zu können, wollen Kleinmachnow und Stahnsdorf die anderen Partner mit einem „angemessenen zeitlichen Vorlauf“ einladen, wie es Reitzig formuliert. Über die Ergebnisse dieses Treffens wollen beide Kommunen umgehend informieren.

Situation spitzt sich zu

Zu einem Runden Tisch Wildschweine hatte auch der Stahnsdorfer Heinrich Plückelmann in einer Privatinitiative zum Montag nach Stahnsdorf eingeladen. Dort sollte es ebenfalls darum gehen, wie jeder in seinem konkreten Verantwortungsbereich den Schutz gegen das Schwarzwild organisieren kann. Auf einer Informationsveranstaltung in Stahnsdorf war Mitte Dezember des vergangenen Jahres angeregt worden, sich gegen die Angriffe der Wildschweine zu organisieren. Mit der Wildschweinrotte, die jüngst mitten am Tag durch Kleinmachnow raste, spitzte sich die ohnehin sehr angespannte Situation in den Kommunen dramatisch zu.

Von Heinz Helwig

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