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Kleinmachnow Umbau der Kleinmachnower Schleuse verzögert sich
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19:03 29.07.2019
Schleuse Kleinmachnow: Stau auf dem Teltowkanal. Quelle: Gesine Michalsky
Kleinmachnow

Viel Geduld brauchten Sportbootfahrer, die am Wochenende in Kleinmachnow schleusen wollten. Zwei bis drei Stunden warteten viele Freizeitkapitäne auf dem Teltowkanal, der Wasserstraßen-Verbindung von Potsdam zum südlichen Berlin. Jedes Mal füllte die Schleusenwärterin die Nordkammer, die einzige, die zurzeit betrieben wird, bis auf den letzten Platz. „Wir hatten eingeschränkten Betrieb wegen Personalmangel“, erklärte auf Anfrage Jörg Augsten, Leiter des Außenbezirks des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes. Statt wie üblich sonnabends und sonntags von 6 bis 22 Uhr öffnete die Schleuse nur von 10 bis 19 Uhr. Er räumte gegenüber der MAZ aber auch Bauverzögerungen als Grund ein. Auch die erhebliche Zunahme von Sportbooten verursache Staus an der einzigen Schleuse des Teltowkanals. Bei Hochsaison und bestem Schipper-Wetter werde es schon mal richtig eng in der über 110 Jahre alten Kleinmachnower Schleuse, so Augsten weiter.

Die Kleinmachnower Schleuse wird elektrotechnisch komplett überholt. Das Ziel: Ihre gesamte Steuerung soll zentral nach Berlin-Grünau verlagert werden. Zwar verzögert sich das Ende der Bauzeit erheblich und die Mittelkammer bleibt statt wie geplant von Herbst bis Frühjahr 2020 geschlossen, dafür wird die Schließzeit der längeren Nordkammer kürzer ausfallen. Was die Berufsschifffahrt freut, denn die größeren Schubverbände können nur hier geschleust werden. Sobald alle Kabel für die Mittelkammer neu verlegt sind, öffnet diese wieder und die Nordkammer schließt, um elek­tronisch an die Zentrale in Grünau angeschlossen zu werden. Jetzt haben beim Schleusen grundsätzlich die Schubverbände Vorfahrt. Wenn beide Kammern wieder zur Verfügung stehen, müssen Freizeitkapitäne nicht mehr mit den Frachtkähnen gemeinsam schleusen.

Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bieten ein attraktives Revier für Sportbootfahrer. Das merkt das Wasser- und Schifffahrtsamt deutlich“, so Augsten. „3000 Sportboote zählten wir 2011 in Kleinmachnow, 2018 ist die Zahl auf 7500 gestiegen.“ Wenn die beliebte Schleuse in Zaaren bei Templin (Uckermark) bis 2020 geschlossen bleibt, spüre man das in Kleinmachnow. „Die große Umfahrt um Berlin ist zurzeit nicht möglich. Jetzt suchen sich die Bootstouristen alternative Urlaubsstrecken“, erklärt Augsten. Zwei bis drei Wochen dauere die große Umfahrt über die Müritz zur Elbe. Dass die Schließung der Spandauer Schleuse verantwortlich sei für die Wartezeiten in Kleinmachnow glaubt Augsten nicht. „Da sind alternative Schleusungen auf den Wasserwegen durch Berlin möglich“, so der Leiter des Außenbezirks mit Sitz in Berlin-Neukölln. Was für die einen zur liebgewonnenen Tradition wurde – das Gespräch mit dem Schleusenwärter – heißt für die anderen längere Wartezeiten. „Die Schleusenwärter werden nicht mehr täglich in Kleinmachnow sein, wenn die Schleuse von Grünau aus gesteuert wird“, kündigte Augsten an.

Von Gesine Michalsky

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