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Kleinmachnow Wenn das Wetter schön ist, sind die Anlieger empört
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07:25 02.08.2019
Ein Mann beim Sprung ins Freibad Kiebitzberge. Quelle: Ralf Hirschberger/dpa
Kleinmachnow

Keine Ruhe kehrt rund um das Freibad Kiebitzberge ein: Scheint die Sonne, strömen die Schwimmbegeisterten zum kühlen Nass, viele von ihnen mit dem Auto. Doch der Parkplatz an der Rammrathbrücke ist dem Ansturm nicht gewachsen, also werden die Autos abgestellt, wo es passt. Nicht immer stehen die Autos am Ende legal, verstellen Einfahrten oder parken im Halteverbot.

Die Unzufriedenheit der Anrainer ist groß. Ein Betroffener, der nach eigenen Angaben rund 300 Meter Luftlinie vom Freibad entfernt wohnt, hat sich nun bei der MAZ gemeldet und sich beschwert, dass regelmäßig ab 30 Grad die Parkplatzsituation eskaliere. „Auch der neue Parkplatz hat keine Abhilfe gebracht, er ist zu klein“, ärgert er sich.

Für den neuen Parkplatz gibt es eine Zeitbegrenzung

Dieser wurde für 850 000 Euro erbaut und rechtzeitig vor Beginn der Saison 2018 eröffnet. Für die 177 Stellplätze gilt während der Freibad-Saison vom 1. Mai bis 15.September eine Zeitbegrenzung von vier Stunden, Freibadbesucher, die länger bleiben wollen, erhalten aber gegen Pfand eine entsprechende Parkkarte für ihr Auto.

Doch ausgerechnet sonntags, wenn der größte Ansturm ist, sei im Ordnungsamt niemand erreichbar, ärgert sich der MAZ-Leser. Die Verantwortung werde auf die Polizei abgeschoben, die sich jedoch für Parkverstöße nicht zuständig fühle und auf die Gemeinde verweise.

Polizei liegen keine Beschwerden vor

Juliane Mutschischk von der Polizei bestätigt, dass die Gemeinde in solchen Fällen zuständig sei. Nur wenn diese nicht tätig werden könne, würde die Polizei Verwarngelder erheben. Für das Freibad Kiebitzberge seien jedoch keine Beschwerden bekannt.

Die Gemeinde beteuert unterdessen, das alles getan werde, was geht: „Das Ordnungsamt ist durchaus auch an Wochenenden unterwegs“, sagt Martina Bellack, Pressesprecherin von Kleinmachnow. Derzeit seien dort sechs Personen eingesetzt, doch urlaubs- und krankheitsbedingt käme es natürlich immer wieder einmal zu Ausfällen: „Es ist nicht möglich, immer und überall präsent zu sein.“ Im Außendienst seien die Mitarbeiter nicht erreichbar.

„Nicht jedes geparkte Auto ist illegal“

Bellack weist jedoch auch darauf hin, dass es grundsätzlich nicht verboten sei, eine Straße „vollzuparken“, solange es dadurch zu keinen Behinderungen käme. „Nicht jedes geparkte Auto ist illegal.“ Die Polizei ist ihrer Meinung nach jedoch durchaus zuständig, wenn das Ordnungsamt nicht im Dienst sei.

Bereits nach der Rekordmeldung des Freibades von rund 53 000 Besuchern allein im Juni hatte Bellack bestätigt, dass bei schönem Wetter zahlreiche Anwohner-Beschwerden wegen der voll geparkten Straßen in der Gemeinde eingehen und dass die Gemeinde auch darauf reagiert: Allein im Mai und Juni wurden wegen ignorierter Halteverbote oder zugeparkter Einfahrten und Übergänge mehr als 400 Knöllchen verteilt. Für den Juli liegen noch keine Zahlen vor.

Freibad-Geschäftsführer Markus Schmidt ist sich des Problems ebenfalls bewusst und baut darauf, dass möglichst viele Besucher des Bades mit dem Fahrrad kommen.

Von Konstanze Kobel-Höller

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