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Kloster Lehnin Petition für 2500 Quadratmeter großen Supermarkt
Lokales Potsdam-Mittelmark Kloster Lehnin Petition für 2500 Quadratmeter großen Supermarkt
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08:03 26.09.2019
Das Luftbild zeigt den westlichen Teil der Damsdorfer Ortsdurchfahrt. Der Ort erlebt durch den Bau von Einfamilienhäusern ein Wachstum. Quelle: Dirk Fröhlich
Damsdorf

Seit September haben die Damsdorfer in ihrem Ort keine Möglichkeit mehr, Lebensmittel einzukaufen. Seit der Schließung des Nahkaufs von Marion Klingner gibt es keinen Supermarkt mehr. Ortsvorsteher Kevin Bolz startet nun eine Initiative, um das Blatt zu wenden. Er hat dazu eine Petition an das Land auf den Weg gebracht. Sie richtet sich gegen den Landesentwicklungsplan, weil dieser „die Gemeinde ungerechtfertigt hemmt“, sagt Bolz. Er sammelt nun Unterschriften.

Laut dem Landesentwicklungplan wird die Fläche für ein Geschäft der Nahversorgung für einen Ort wie Damsdorf auf 1500 Quadratmeter begrenzt. Doch die Möglichkeit eines Supermarktes von 2500 Quadratmetern sei zwingend erforderlich, heißt es in der Petition. „Moderne Einkaufsmärkte sind mit dieser Restriktion nicht zu realisieren.“

Bolz erinnert an Marktwirtschaft

Und weiter: „Es muss doch im Rahmen unserer Marktwirtschaft möglich sein, dass das Unternehmen die wirtschaftliche Freiheit zur Entscheidung.“ Ein Unternehmen dürfe deswegen nicht aufgrund von Rahmenbedingungen ausgebremst werden. Bolz hat bereits erste Kontakte zu Einzelhandelsketten geknüpft. Näheres wolle er dazu noch nicht sagen.

Die Petition weist darauf hin, dass Damsdorf mit seinen derzeit 1.700 Einwohnern ein wachsender Ort ist. Tatsächlich sind 80 weitere Einfamilienhäuser geplant. Rund ein Dutzend davon sind bereits im Bau. Mit der guten sonstigen Infrastruktur wuchert der Ort: Die Kita wird derzeit auf ausgebaut, die Grundschule hat mehr als 200 Schüler.

Liste liegt bald aus

Auch für Göhlsdorf, Neu Bochow und Trechwitz sei die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes in Damsdorf von Bedeutung. So habe ein Supermarkt dann 3000 Einwohner im Versorgungsgebiet, argumentiert Bolz. Lehnin werden zudem bezüglich des Verkehrsstroms entlastet.

In der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend warb Bolz um Unterstützung der übrigen Kommunalpolitiker von Kloster Lehnin. Sandra Leue (Baumfreunde) wandte darin ein, „ich bin nicht gegen einen Einkaufsmarkt in Damsdorf“, ihr erscheine die geforderte Fläche von 2500 Quadratmetern jedoch sehr groß.

Der Damsdorfer Ortsbeirat mit Oliver Klinner, Timo Wessels, Kerstin Köchel, Sabine Neute und Ortsvorsteher Kevin Bolz (v. l. ). Quelle: Gemeinde Kloster Lehnin

Zum Vergleich: Das geplante Rewe-Center am Zentrumsring in Brandenburg auf dem Gelände der ehemaligen Stärkefabrik soll 3300 Quadratmeter groß werden.

Der Ortsvorsteher sieht in den 2500 Quadratmetern auch die Möglichkeit, dass sich ein grundfunktionales Zentrum in Damsdorf bilden könnte. Eine Fläche dieser Größe war im Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg bisher als möglich verankert gewesen. So könne sich ein Geschäft ansiedeln mit Platz für einen Fleischer, einen Postshop oder Bäcker, hofft Bolz. Er verweist auf die besonders für ältere Menschen in Damsdorf schwierige Versorgungslage. Die Geschäfte in Lehnin und Groß Kreutz seien vor allem für Autofahrer erreichbar.

Von Marion von Imhoff

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