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Kloster Lehnin Generationswechsel in vielen Ortsbeiräten
Lokales Potsdam-Mittelmark Kloster Lehnin Generationswechsel in vielen Ortsbeiräten
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18:11 28.05.2019
Kevin Bolz ist Damsdorfs Ortsvorsteher. Er steht auch für einen Generationswechsel in den Ortsbeiräten. Quelle: Marion von Imhoff
Kloster Lehnin

Mit den Kommunalwahlen haben die Kloster Lehniner auch die Ortsbeiräte neu gewählt. 14 Gremien mit ehrenamtlichen Kommunalpolitikern sind dabei zu besetzen gewesen. Deutlich ist dabei, dass in vielen Orten ein Generationswechsel eingetreten ist.

Mit der neuen Wahlperiode gehen einige politische Ären zu Ende. So wird die langjährige Ortsvorsteherin von Netzen Doris Triebsch nicht mehr dabei sein. Sie stellte sich nicht mehr zur Wahl. Damit ist eine der wenigen Frauen in dieser Position nicht mehr dabei.

Doris Triebsch, die bisherige Ortsvorsteherin in Netzen, ist zur Kommunalwahl nicht mehr angetreten. Quelle: Marion von Imhoff

Ebenfalls nicht mehr Ortsvorsteher sein wird Eckart Zorn, langjähriger Chef des Ortsbeirates in Göhlsdorf. Auch er trat bei den Kommunalwahlen für den Ortsbeirat nicht mehr an. In Grebs hat sich Willi Insel nach Jahrzehnten als Ortsvorsteher aus der Kommunalpolitik zurückgezogen.

In Prützke wird es ebenfalls einen neuen Ortsvorsteher geben. Dort hat sich Amtsinhaber Frank Wetzel zwar als Kandidat aufstellen lassen, wurde aber nicht in den Ortsbeirat gewählt.

Ortsvorsteher werden aus den Reihen der Ortsbeiräte von diesen gewählt. Die Ergebnisse im Einzelnen:

Lehnin: Die SPD hat für den Lehniner Ortsbeirat 34 Prozent geholt, die CDU 22,4 Prozent, die Baumfreunde 22,1 Prozent, Die Linke 14,3 und die Freien Bürger und Bauern (FBB) 7,2 Prozent. Damit haben die Baumfreunde auf Anhieb zwei Sitze erobert und damit genauso viele wie die CDU und die SPD. In den Lehniner Ortsbeirat ziehen: Stefan Behrendt (CDU), Udo Wernitz und Lehnins langjähriger Ortsvorsteher Frank Niewar (beide SPD). Peter Kamolz (Die Linke), Sandra Leue und Tino Schade (Baumfreunde). Das beste Einzelergebnis holte Peter Kamolz mit 555 Stimmen.

Damsdorf: Mit 57 Prozent hat die CDU die meisten Stimmen in Damsdorf geholt, gefolgt von den Linken (27 Prozent) und der SPD (16,1 Prozent). Der bisherige Ortsvorsteher Kevin Bolz holte 821 Stimmen. Ebenfalls für die CDU ziehen Timo Wessels und Oliver Klinner in den Ortsbeirat. Mit dabei sind Kerstin Köchel (SPD) und Sabine Neute (Die Linke).

Agrarunternehmer Timo Wessels hat erfolgreich bei den Kommunalwahlen kandidiert. Quelle: Marion von Imhoff

Göhlsdorf: Die meisten Stimmen holten in Göhlsdorf die FBB mit 33 Prozent, gefolgt von der SPD (21,6 Prozent) und den Linken (14,2 Prozent). Das ergibt folgende Sitzverteilung: Die FBB entsendet Bernd Stodolny und André Zorn, ebenfalls im Ortsbeirat sind Silvana Schille (SPD), Andreas Bernig (Die Linke) und Konrad Solich (CDU).

Emstal: Dort holte die SPD 100 Prozent. Im Ortsbeirat sitzen Dirk Baatzsch (243 Stimmen), Lehnins früherer und mittlerweile pensionierter Vize-Bürgermeister Berthold Satzky (182) und Uta Ewert (68).

Willi Insel aus Grebs (l.), hier bei einer Auszeichnung für sein Ehrenamt mit Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner. Insel hat lange als Ortsvorsteher die Geschicke des Dorfes gelenkt. Quelle: Christine Lummert

Grebs: Die FBB holte 38, 4 Prozent, CDU 34,6 und SPD 27 Prozent. Im Ortsbeirat vertreten sind Harry Grunert (CDU), Ronald Hilsky (SPD) und Jens Koloska (FBB).

Krahne: Das Dorf ist fest in der Hand der FBB. Für die Freien Bürger und Bauern sind der langjährige Ortsvorsteher Reinhard Siegel im Ortsbeirat, Marco Tabbert und Holger-Alexander Hilgenfeldt.

Michelsdorf: Wahlsieger wurde die SPD mit 38,2 Prozent. Ortsvorsteher Steffen Dammann (SPD) ist ebenso im Ortsbeirat wie Adrian Schrepfer und Stephan Upahl. Nicht mehr kandidiert hat Heinzpeter Kemnitz, ebenfalls ein altgedienter Ortspolitiker.

Nahmitz: Die meisten Stimmen holte in Nahmitz die SPD mit 52,2 Prozent. Im künftigen Ortsbeirat sind der bisherige Ortsvorsteher Klaus Wendler und Anett Czerwanski (beide SPD) und Reinhard Wilke. Rudolf Sickel, bisher Vize-Ortsvorsteher, ist zur Wahl nicht mehr angetreten.

Die Nahmitzer Landfraue Anett Czerwanski ist nun im Ortsbeirat. Quelle: Christine Lummert

Netzen: Die CDU holte 78 Prozent. Die Linke 22,4 Prozent. Im Ortsbeirat sind Jens Wiedecke und Silke Bertz (beide CDU) und Frank Egide (Die Linke). Sie alle sind Jahrgang 1966 bis 1971 und läuten einen Generationswechsel ein.

Prützke: Das beste Ergebnis in Prützke holte Marco Abram mit 347 Stimmen. Mario Kirstein und Ivonne Wierschke sind als Einzelwahlvorschläge ebenfalls im Ortsbeirat. Der bisherige Ortsvorsteher Frank Wetzel wurde nicht in das Gremium gewählt.

Rädel: Auch Rädel hat einen SPD-Ortsbeirat mit dem langjährigen Ortsvorsteher Horst Juchert, Susann Golke und Josef Lucas Hebeda. Er ist neu dabei.

Reckahn: In dem Ortsbeirat sind die Freien Bürger und Bauern unter sich: Ortsvorsteher Klaus Perle, Andreas Hummel und Marcus Ecker. Perle holte 210 Stimmen und damit mehr als doppelt so viel wie die übrigen Kandidaten.

Die Rietzer Ortsvorsteherin Petra Gorgas. Quelle: Christine Lummert

Rietz: Weiter sind nur Frauen in dem Ortsbeirat von Rietz vertreten: die bisherige Ortsvorsteherin Petra Gorgas, Petra Eimer und Bärbel Schulze (alle FBB).

Trechwitz: Im Trechwitzer Ortsbeirat stellt die FBB zwei Sitze mit dem langjährigen Ortsvorsteher Wolfgang Koßmehl und Peter Förster. Vom Freizeitverein Trechwitz kommt Björn Dähne in die Kommunalpolitik.

Von Marion von Imhoff

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