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Kloster Lehnin Harsche Kritik am Bauzustand der Kita Lehnin
Lokales Potsdam-Mittelmark Kloster Lehnin Harsche Kritik am Bauzustand der Kita Lehnin
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09:03 28.09.2019
Die Kita Knirpsentreff in Lehnin, Eltern wünschen sie sich moderner. Quelle: Jacqueline Steiner
Lehnin

Harsche Kritik haben Eltern der Kita Knirpsentreff in Lehnin am baulichen Zustand und an der Ausstattung geäußert. Sie bemängeln die „stark renovierungsbedürftigen Gruppenräume, unzeitgemäße Ausstattung, Mobiliar und Spielzeug wirkten alt und abgenutzt“. Die Kita sei zu klein und es fehle ein Sportraum. Das Außengelände sei ungepflegt und unmodern gestaltet mit zu wenig Klettergeräten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter der Elternschaft. Die Erzieher gaben 238 Fragebögen zu unterschiedlichen Themen an die 86 Eltern heraus. 114 Fragebögen kamen zurück. Das entspricht einem Rücklauf von 48 Prozent. Lob gab es für die Erzieher. Öffentlich wurde die Umfrage jetzt bei der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Der Lehniner Ortsbeirat kämpft für eine moderne Kita. Bisher favorisierte er dafür einen Neubau. Auch ein Anbau sei denkbar, sagte Ortsvorsteher Frank Niewar (SPD). Lehnin habe keine großen Flächen für einen Neubau, auch wenn ein ein- oder zweigeschossiges neues Gebäude die Wunschoption sei.

Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner (parteilos) stellte die Gesamtsituation der Kloster Lehniner Kita-Landschaft dar: Der Anbau der Kita Damsdorf für 953.000 Euro wird danach im nächsten Jahr fertig. Dann können dort 150 Kinder dauerhaft betreut werden, derzeit agiert die Kita mit einer Ausnahmegenehmigung, weil sie offiziell nur Platz für 110 Kinder hat. Brückner zufolge flossen zwischen 2010 und 2017 in die Lehniner Kita 443.000 Euro an Investitionen.

Derzeit besuchen 370 Kinder die sechs kommunalen Kindergärten, die 409 Plätze vorhalten. Das Diakonissenhaus werde die Evangelische Kita in Lehnin um elf Plätze auf 69 erweitern, so Brückner. Der Bauantrag sei eingegangen.

Die Gemeinde rechnet mit 20 freien Plätzen in ganz Kloster Lehnin zum 31. Dezember. Ein Jahr später könnten es danach 38 freie Plätze sein, so hat das Lehniner Rathaus gerechnet. Brückner verwies darauf, dass es schwierig sei vorherzusagen, wie viele Familien wegziehen würden und wie viele hinzukämen. Die Geburtenzahl sei konstant. Er betonte: „Wir werden alle Kinder auch im nächsten Jahr mit Kitaplätzen versorgen können. Stand heute kommen mir mit den Kapazitäten 2019 auf jeden Fall hin und 2020 vermutlich auch.“

Tilo Schade (Baumfreunde) verwies auf den Zuzug allein schon in Damsdorf, wo 80 Einfamilienhäuser geplant sind. Wenn jede Familie ein Kita-Kind mitbringe, wären die freien Plätze sofort weg. Niewar fragte nach den Ausnahmegenehmigungen. Tatsächlich existieren von den 409 Plätzen 41 mit einer Ausnahmegenehmigung des Landesjugendamtes. „Die Entwicklung wird zeigen, ob wir auch andere Kitas ausbauen müssen“, so Brückner. Niewar kritisierte: „Ich sage es nicht gern, das Wort, Kindertourismus. Viele Eltern müssen ihre Kinder in andere Orte fahren, weil es in Lehnin nicht ausreichend Plätze gibt.“ Der Ortsbeirat habe Ideen. Niewar warf Brückner eine Abwehrhaltung dazu vor. „Wir werden nicht locker lassen!“ Brückner konterte: „Aktuell gibt es keinen Bedarf nach weiteren Plätzen.“ 

Von Marion von Imhoff

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