Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kloster Lehnin Ganze Gartenlaube im Emstaler Wald entsorgt
Lokales Potsdam-Mittelmark Kloster Lehnin Ganze Gartenlaube im Emstaler Wald entsorgt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:16 17.08.2019
Wolfgang Ewert (l.) und Andrej Schote sind empört über den Umweltsünder. Quelle: Foto: Marion von Imhoff
Emstal

Im Emstaler Wald gammelt eine abgerissene himmelblaue Gartenlaube als illegal entsorgter Müll vor sich hin. Wolfgang Ewert, der in dem Dorf lebt, ist empört: „Die hat jemand von einem Lastwagen einfach abgekippt. Ich habe schon oft Müll im Wald entdeckt, aber das hier ist die Krönung.“

Im Zuge der MAZ-Recherche hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Zu den Fotos sagt Polizeisprecher Heiko Schmidt: „Auf Grund der augenscheinlich auf dem Bild zu erkennenden Asbestreste ist das Vorliegen einer Umweltstraftat sehr wahrscheinlich.“ Auch die Oberförsterei Lehnin ist eingeschaltet. Sie bemüht sich um die Entsorgung. Oberförster Jörg Dechow spricht von „herrenlosem Müll“. Ein Problem, das die Oberförsterei immer häufiger beschäftigt. Jährlich sammelt sich im 47.500 Hektar großen Wald ihres Bereiches 350 bis 400 Kubikmeter Müll an. „Tendenz steigend“, so Dechow. Hausmüll, Grünabfälle, Sperr- und Sondermüll, Bauschutt und Asbestreste finden die Förster in ihren Revieren. Dechow vermutet steigende Entsorgungskosten als Grund dahinter.

Himmelblaue Datsche im Wald bei Emstal illegal entsorgt. Quelle: Marion von Imhoff

Ein Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Potsdam-Mittelmark GmbH bestätigt, „angesichts der jährlich steigenden Entsorgungskosten könnte an dieser These etwas dran sein“.

„Ich denke, es war eine Baufirma, die das hier abgeschüttet hat“, sagt Andrej Schote, der an dem großen Holzhaufen beim Spaziergang vorbeikommt. „Aber man erwischt sie ja nie. Die kippen es ab, kassieren das Geld und machen früh Feierabend.“

Mit Dachrinne, zertrümmertem Glas und vielen Nägeln liegt der Schutt im Wald und ist auch eine Gefahr für die Wildtiere. Quelle: Marion von Imhoff

Angeschmiert sei der Waldbesitzer, der auf den Entsorgungskosten sitzen bleibe, sagt Ewert. Doch tatsächlich wird der Steuerzahler für die Beseitigung aufkommen. Darauf verweist Oberforstrat Dechow. Illegaler Müll würde auf Kosten der öffentlichen Hand beseitigt. „Sonst würde der Waldbesitzer einen Zaun um seinen Forst ziehen und niemand käme mehr herein.“

Von Marion von Imhoff

Reckahn feiert an diesem Samstag seine Siedler, die vor 70 Jahren ihre Häuser am Rande des Dorfes bezogen. So fanden die Flüchtlinge von einst wieder Heimat.

25.08.2019

Junge Leute rücken in Führungspositionen nach. Bürgermeister Uwe Brückner hat freie Posten in der Freiwilligen Feuerwehr neu besetzt. Unerfahren sind die Kameraden nicht.

16.08.2019

„Führungskräfte packen an“ heißt die Aktion, bei der am Donnerstag neun Edis-Mitarbeiter Räume der Kita „Dreikäsehoch“ in Netzen gestrichen haben. Möglich machten den Arbeitseinsatz auch Eltern, die ihre Kinder an diesem Tag zuhause behielten.

15.08.2019