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Kloster Lehnin So sehen Jugendliche das Ergebnis der Landtagswahl
Lokales Potsdam-Mittelmark Kloster Lehnin So sehen Jugendliche das Ergebnis der Landtagswahl
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14:52 11.09.2019
Der Lehniner Schulcampus aus der Luft betrachtet. Quelle: Schulcampus Lehnin/AS
Brandenburg/H./Lehnin

Derzeit verhandelt die SPD mit möglichen Koalitionspartnern über die Regierungsbildung im Landtag. Schon 16-Jährige durften bei der Wahl ihre Stimmen abgeben. Doch was sagen Jugendliche, die noch nicht wählen konnten? Die MAZ hat sich umgehört bei Schülern des von Saldern-Gymnasiumsin Brandenburg und der Gesamtschule Lehnin.

Nele ist 14 Jahre alt und Schülerin in Lehnin. Sie sagt, sie kenne sich in der Politik nicht so gut aus. Sie könne viel besser über die Politik des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Auskunft geben. Da wisse sie sofort Bescheid. Bei den Namen der Kandidaten in ihrem Wahlkreis ist sie ein wenig ratlos. Nele vermutet, dass Jugendliche sich zu wenig informiert fühlen von den Parteien. „Deren Ziele sind für die Jugendlichen schwer raus zu filtern‘‘, sagt Nele. Parteien, die im Fokus der Medien stehen, kenne sie besser als kleinere Parteien.

Der Einfluss der Eltern

Auch Eltern oder Influencer hätten großen Einfluss auf die Wahl, findet Nele. Jugendliche, die sich für Politik engagieren möchten, setzen ihrer Einschätzung nach vor allem auf die etablierten Parteien, wie CDU oder SPD, ,,da sie nicht ohne Grund Spitzenpartien sind ‘‘, sagt Nele.

,,Die Parteien sollten mehr auf die Jugend zugehen“,wünscht sich der zwölfjährige Devin, der die Gesamtschule in Lehnin besucht. Sie könnten Veranstaltungen eigens für Jugendliche geben und die Jugend über sozialer Netzwerke ansprechen. Ein Beispiel sei die CSU, die über Youtube Videos bringen unter #CSYOU. An die Parteien richtet Devin einen Appell: Sie sollten zusammenarbeiten. Schließlich werde schon in der Schule vermittelt, „dass man in der Gruppenarbeit mit jeden zusammenarbeiten können muss‘‘.

Schüler wollen mitmischen

,,Ich denke, die Jugendlichen sind bereit, sich auf die Parteien und deren Meinungen einzulassen‘‘, sagt die 14-jährige Merle, ebenfalls von der Gesamtschule in Lehnin. Junge Leute wollten sich schließlich engagieren, ein aktuelles Beispiel seien die Fridays for Future-Demonstrationen.

Einige setzen vor allem auf die kleineren Parteien wie die FDP, ,,da dies eine der wenigen Parteien ist, die keine großen Skandale hat‘‘ ,so der 14-jährige Jordan, der das von Saldern-Gymnasium besucht. Er findet, ,,dass die Ergebnisse zu erwarten waren, da die großen Parteien Dinge getan haben, die den Wählern nicht gefallen haben‘‘. Dadurch hätten sie viele Stimmen an die AfD verloren, welche dadurch deutlich Zuwachs bekam, so Jordan.

Saldern-Schülerin Neele hofft, dass die Parteien ihre Wahlversprechen einhalten und schnell umsetzen.

Von Amy Güttge

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