Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kloster Lehnin Wanderer auf zweitem Ortsspaziergang durch Damsdorf unterwegs
Lokales Potsdam-Mittelmark Kloster Lehnin Wanderer auf zweitem Ortsspaziergang durch Damsdorf unterwegs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:30 29.04.2019
Der Ortsspaziergang führte auch durch den Park Niedermeyer. Quelle: Christine Lummert
Damsdorf

Mit dem Parforcehorn gab Wanderwart Konrad Müller das Signal zum Abmarsch für den Ortsspaziergang durch Damsdorf. Start- und Zielpunkt war das Stellmacher-Museum von Renate Fuchs in der Alten Lindenstraße. Neben dem Blick auf hunderte alte Werkzeuge wartete dort Kaffee und Kuchen auf die über 40 Wanderer. Zuvor stand allerdings ein Rundweg auf den Spuren der Dorfgeschichte auf dem Programm.

Konrad Müller und Janet Krause führten über 40 Wanderer auf einem Rundweg durch Damsdorf auf der Suche nach historischen Spuren. Start- und Zielpunkt war das Stellmachermuseum.

„Es sind noch mehr Spaziergänger dabei als beim letzten Mal“, freute sich Damsdorfs Ortsvorsteher Kevin Bolz. Im Februar führte eine erste Tour bereits rund um den Kirchturm in den alten Teil des Dorfes. Den weitläufigen Ort in einem Rutsch zu erkunden, wollte sich allerdings keiner zumuten. Deshalb stand ein zweiter Teil mit einem Abstecher an das Damsdorfer Fenn und durch den neuen Siedlungsteil rund um die Berliner Straße auf dem Programm.

Gewandert wird in der Aktion „Ortsspaziergänge“, die von der Gemeinde Kloster Lehnin ausgerufen wurde, nicht mit sportlichem Anspruch. Vielmehr sollen die Erkenntnisse in eine neue Tourismuskonzeption einfließen, die in den kommenden Monaten erstellt wird. Dabei helfen dann die Fragebögen, die die Wanderer nach jedem Spaziergang ausfüllten.

Erfolgreiches Projekt der Gemeinde

„Wir warten im Moment noch auf den offiziellen Förderbescheid“, sagte Manuela Hadler, die in der Gemeindeverwaltung für Tourismus und Kultur zuständig ist und bei jedem Dorfspaziergang dabei war. Im letzten September machte der Ortsteil Krahne den Anfang und mit der zweiten Wanderung durch Damsdorf ging das Projekt jetzt offiziell zu Ende.

„Im Schnitt waren auf den 17 Rundgängen immer 30 bis 40 Leute dabei“, bilanzierte Hadler. „Einige kleine Dinge, die in den einzelnen Ortsteilen aufgefallen sind, wurden bereits vom Bauhof der Gemeinde umgesetzt.“ Zum Beispiel kleine Reparaturen an Wegmarken oder das Freilegen eines Brunnens in Michelsdorf.

Größere Projekte, wie die Anschaffung von zusätzlichen Bänken, werden in den Haushalt der Gemeinde eingestellt und sollen durch Fördermittel unterstützt werden. „Dabei wollen wir auch allen 14 Ortsteilen der Gemeinde gerecht werden und in der nächsten Sitzung des Tourismusausschusses darüber beraten, wie das Projekt der Ortsspaziergänge vielleicht eine Fortsetzung finden kann“, sagte Hadler. In Netzen hat sich beispielsweise der Ortsbeirat so für die Aktion begeistert, dass inzwischen schon zum dritten Mal zu einer Wanderung aufgerufen wird.

In Damsdorf ging der Blick jetzt noch einmal zurück in die Geschichte. Konrad Müller und Janet Krause führten die große Gruppe zum alten Amtshof und von dort weiter zum Damsdorfer Fenn. Dieses Stückchen Natur kennen viele von den beliebten Halloween-Wanderungen. Im Alltag ist das Gewässer, das dem Sportfischerverein gehört, nicht nur ein Ziel für Spaziergänger. Ein paar Biber sind dort heimisch und knabbern ausdauernd an den Bäumen.

Neue Pläne des Heimatvereins

Wer länger unterwegs sein möchte, geht weiter durch den Park Niedermeyer. „Große Rhododendren-Büsche erinnern noch an die alte Villa, die bis 1945 dort stand und dann bis auf die Grundmauern abbrannte“, sagte Müller. Über die lang gezogene Berliner Straße führte der Weg zurück zum Ausgangspunkt. Dieser Teil des Ortes ist erst ab den 1920er Jahren durch Neusiedler entstanden.

Bei künftigen Spaziergängen könnte der gerade entstandene Kultur- und Heimatverein Damsdorf seine neuen Projekte vorstellen. Gerade sind die Mitglieder damit beschäftigt, den verlandeten Versickerungsteich neben der Kirche naturnah herzurichten. „Als Nächstes wollen wir dann zusammen mit der Grundschule den alten Schulgarten in ein grünes Klassenzimmer verwandeln“, sagte Kevin Bolz.

Von Christine Lummert

Kloster Lehnin Kloster Lehnin/Groß Kreutz (Havel) - Rollender Dorfladen auf Tour durch 22 Orte

Carmen Schmidt betreibt die Edeka-Märkte in Lehnin und Groß Kreutz. Jetzt schickt sie eine zusätzliche Filiale auf vier Rädern zu ihren Kunden. Besonders ältere Menschen freuen sich über die Idee.

29.04.2019

Die Vereinsmitglieder der Baumfreunde Kloster Lehnin haben zusammen ihren ersten Baum gepflanzt. Unterstützung kam vom Ortsbeirat und der Gemeindeverwaltung. Es gibt Ideen für weitere Pflanzaktionen.

26.04.2019

Handwerker Andreas Rietz ist verliebt in historische Möbel. In seiner Werkstatt in Lehnin restauriert er die alten Schätze. Zusammen mit Rolf Bothe hat er jetzt ein Buch zum Thema geschrieben.

26.04.2019