Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kloster Lehnin Lehniner Sommermusiken beginnen: Musik zwischen Himmel und Erde
Lokales Potsdam-Mittelmark Kloster Lehnin

Sommermusiken in Lehnin - 45. Saison beginnt

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:07 10.06.2020
Elina Albach spielt in der Klosterkirche Werke von Johann Sebastian Bach auf dem Cembalo. Quelle: Uwe Mühlhäußer
Anzeige
Lehnin

Freunde klassischer und geistlicher Musik können sich auf hochkarätige Konzertaufführungen bei den 45. Lehniner Sommermusiken freuen. Etwas modifiziert und doch fast wie geplant, erwarten das Publikum pünktlich zum Sommerbeginn bis in den September hinein ausgesuchte musikalische Darbietungen auf dem Gelände des malerisch gelegenen Klosters Lehnin.

„Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ – ein Psalm Davids (19,2) und zugleich Grundlage vieler Kompositionen aller Zeiten – ist Motto und Losung der diesjährigen Sommermusiken. „Das musikalische Lob der Schöpfung soll vielfach erklingen in diesem Jahr. Obwohl noch vor Corona-Zeiten ausgewählt, erscheint es passend, denn viele kreative musikalische Ideen haben gerade in diesen dunklen Zeiten Menschen Freude, Licht und Halt gegeben“, so Pfarrerin Almuth Wisch von der veranstaltenden St. Marien-Klosterkirchengemeinde in Lehnin.

Anzeige
Friedgarten der Klosterkirche in Lehnin. Quelle: Heiko Hesse

Solisten, Instrumentalensembles und Chöre führen Werke auf, die die Verbindung zwischen Himmel und Erde beschreiben. Im 17.Jahrhundert versuchten zahlreiche Wissenschaftler Himmelserscheinungen und theologische Grundlagen in Übereinstimmung zu bringen. In der Folge entstanden komplexe Kompositionen, in denen theologische und musikalische Grundlagen in mathematisch nachvollziehbare Formen gegossen wurden, die auch als Abbild des Kosmos betrachtet wurden.

Johann Sebastian Bach schuf Werke, welche in dieser Hinsicht analysiert und interpretiert werden können. Passend dazu werden die Lehniner Sommermusiken im Gottesdienst am Sonntag, 21. Juni, um 10.30 Uhr mit dem Konzert „Harmonices Mundi“ – benannt nach Kepplers Theorie der göttlichen Harmonien in Astronomie und Musik – eröffnet. Gerhard Oppelt spielt Präludien und Fugen aus dem 2. Teil des «Wohltemperierten Claviers» von Bach.

Goldberg-Variationen und Rockklassiker

Am 21. August hält sphärische Chormusik aus Vergangenheit und Gegenwart Einzug in die Klosterkirche Lehnin. Der Landesjugendchor Sachsen-Anhalt interpretiert im Konzert „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“, unter der Leitung von Wolfgang Kupke, Werke von Heinrich Schütz, Petr Eben sowie Ola Gjeilo.

Bereits am Sonntag, 12. Juli, um 16 Uhr, spielt Hannsjacob Staemmler am Klavier unter anderem die Goldberg-Variationen. eine Woche später, am Sonntag, 19. Juli, um 16 Uhr präsentieren Nina Berck, Markus Uschner und Michael Flieder Klassiker der Rock- und Popgeschichte in die Klosterkirche. Am Sonntag, 23. August wird es wieder klassisch. Die Künstlerin Elina Albach nimmt am Cembalo Platz und spielt Werke von Bach und Froberger.

Erstmals Mitschnitte der Konzerte

Selbstverständlich trägt auch die St. Marien-Klosterkirchengemeinde als Veranstalter des Musikfestivals den aktuellen Corona-Bestimmungen Rechnung - und beschreitet neue Wege. Neben den einzuhaltenden Hygiene- und Abstandsregeln, wurden die Veranstaltungen modifiziert.

Zwei Konzerte finden an Sonntagvormittagen während der Gottesdienste statt und bis auf die Veranstaltung am 19. September, das wie immer in der Feldscheune auf dem Klostergelände über die Bühne gehen soll, werden alle Konzerte in der Klosterkirche Lehnin präsentiert.

Da sich die Anzahl der vor Ort anwesenden Gäste aufgrund der Pandemie-Vorschriften reduziert, werden auf der Webseite www.klosterkirche-lehnin.de nach einer Bearbeitungszeit kurze Musikvideos aller Konzerte zu sehen sein.

Karten gibt es jeweils ab einer Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse. Aktuelle Informationen: www.klosterkirche-lehnin.de.

Von MAZ