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Kloster Lehnin Tage des offenen Ateliers in Trechwitz
Lokales Potsdam-Mittelmark Kloster Lehnin Tage des offenen Ateliers in Trechwitz
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06:03 06.05.2019
Franka Schwarz (l.) hatte am Tag des offenen Ateliers die japanische Künstlerin Sae Esashi mit ihren Werken zu Gast. Quelle: Christine Lummert
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Trechwitz

Ein stolzer Hahn aus Trechwitz blickt auf die Silhouette der japanischen Großstadt Higashiosaka. Diese und andere ungewöhnliche Verbindungen waren zu den offenen Tagen des Ateliers in der improvisierten Galerie der Künstlerin Franka Schwarz zu entdecken.

In der Neusiedlerstraße in Trechwitz hat Schwarz vor einigen Jahren ihr Atelier „Frohes Schaffen“ in einer alten Scheune eingerichtet. Und die reicht längst nicht mehr aus, um all ihre Werke aufzunehmen. Wer zu Gast ist, entdeckt in Hof und Garten, an ganz unerwarteten Orten Objekte, die die Fantasie des Betrachters herausfordern und in ihrer Detailverliebtheit immer wieder neue Entdeckungen zulassen.

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Franka Schwarz lud am Wochenende zum Tag des offenen Ateliers ein nach Trechwitz ein. In ihren Ausstellungsräumen war auch die japanische Künstlerin Sae Esashi mit ihren Werken zu Gast.

Für die Tage des offenen Ateliers waren noch mehr Verbindungslinien zu ziehen. Die japanische Künstlerin Sae Esashi hatte einige großformatige Bilder aus ihrem aktuellen Projekt mit nach Trechwitz gebracht. „Außerdem haben wir extra für diese gemeinsame Ausstellung gearbeitet“, sagte Schwarz. Das erklärt den Trechwitzer Hahn, der eigentlich auf dem Hühnerhof von Franka Schwarz schart und dem Esashi jetzt einen Ausblick auf ihre Heimatstadt gönnte.

Die japanische Künstlerin lebt seit 2003 in Deutschland. Nach Studienjahren in Stuttgart wechselte sie an die Universität der Künste in Berlin und war dann Meisterschülerin bei Valérie Favre. Aus der Zeit in der Hauptstadt stammt auch die Verbindung zu Franka Schwarz. „Wir haben zusammen im gleichen Nachwuchsatelier gearbeitet.“ Und dabei auch gemeinsame Vorlieben entdeckt.

Einblicke ins Raumschiff Erde

„Wir sind Science-Fiction-Fans“, erklärte Franka Schwarz, die ganz passend zu dieser Leidenschaft einen Raumpiloten für die Tage des offenen Ateliers in ihrem Ausstellungsraum schweben ließ. Das Thema hat auch Esashi in einigen ihrer Werke verarbeitet und Einblicke in das Raumschiff Erde in Bildern festgehalten.

Im Keller der Kunstscheune konnten vor allem die kleinen Gäste selbst kreativ werden. In der verborgenen Dunkelheit wurde mit UV-Licht in bunten Farben gemalt und so kurzfristige Bilder an die Wand geworfen.

Abgerundet wurde das Kunsterlebnis von einem Auftritt der Berliner Band „Combings“, die in Trechwitz Lieder von ihrem neuen Album vorstellten.

Von Christine Lummert