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Potsdam-Mittelmark Für die Obstbauern ist die Absage auch eine Chance
Lokales Potsdam-Mittelmark Für die Obstbauern ist die Absage auch eine Chance
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20:09 10.09.2019
Auf diesen Anblick werden Werder-Besucher 2020 verzichten müssen. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Es ist nicht schwer, die Absage des Baumblütenfestes mit einer gewissen Häme zu betrachten: Ein Massenbesäufnis für gelangweilte Berliner, das scheint es von außen zu sein. Verdreckte Züge, Exzesse, Gewalt und warmer, billiger Wein – nichts, das irgendwer vermissen würde.

Doch auf der anderen Seite waren im vergangenen Jahr auf dem Blütenfest 90 regionale Gewerbe an knapp 130 Ständen präsent, für 60 Schausteller ist es eine feste Einnahmequelle. Und nicht zuletzt die Bauern und Weinhersteller wollen ihre Waren loswerden.

Gäste, die ihre Grenzen kennen

Diese haben nun den Vorteil, dass sie auch ohne Partymeile gute Geschäfte machen können – vielleicht sogar bessere. Ihnen ist zu wünschen, dass sie nun das Blütenfest bekommen, das sie sich erhoffen: Im Sonnenschein unter Bäumen, mit trinkfreudigen Gästen, die ihre Grenzen kennen.

Für alle anderen muss man hoffen, dass die Stadt einen neuen Veranstalter findet, der es schafft, das Fest nicht wie ein Ufo in der Stadt landen zu lassen, sondern eine Festwoche auf die Beine zu stellen, die sich organisch in Werder einpasst. Gebraucht wird eine Baumblüte, die zuerst die Werderaner begeistert – und die Geld in die Kassen vieler kleiner Betriebe spült.

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Von Saskia Kirf

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