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Potsdam-Mittelmark Kreis will Wolkenberg-Gymnasium erweitern
Lokales Potsdam-Mittelmark Kreis will Wolkenberg-Gymnasium erweitern
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18:32 28.11.2018
Das Wolkenberg-Gymnasium in Michendorf bekam Anfang der 2000er Jahre seine jetzige Gestalt. Quelle: Olaf Möldner
Michendorf

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark will das Michendorfer Wolkenberg-Gymnasium erweitern und mehr als vier Millionen Euro in seine Bildungsstätte investieren. Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert bestätigte entsprechende Pläne. Das Ob stehe nicht mehr in Frage, nur noch das Wie sei offen, sagte er. Der Landkreis als Träger des derzeit vierzügigen Gymnasiums hat eine Ausschreibung für einen Wettbewerb gestartet, bei dem Vorschläge zur Erweiterung der Schule eingereicht werden können. „Bis Mitte nächsten Jahres soll geklärt sein, wie eine Erweiterung aussehen soll“, sagte Schwinzert. Ein Grund für die Ausbaupläne: „Wir rechnen, dass das Wolkenberg-Gymnasium schon ab dem Schuljahr 2020/2021 die Fünfzügigkeit erreichen kann“, sagte der Kreissprecher.

Geplant ist derzeit, in dem Erweiterungsbau zwei Fachkabinette, Nebenräume und vier allgemeine Unterrichtsräume unterzubringen. Außerdem sollen eine Mensa mit Küche und eine Aula in dem Neubau Platz finden. Als Baufeld ist die Fläche im Blick, auf dem vorher die alte Turnhalle stand, die in diesem Jahr abgerissen worden war. Die neue Sporthalle wurde 2008 eröffnet. Der geplante Neubau am Standort der alten Halle würde damit westlich des vorhandenen Schulgebäudes entstehen. Beide Häuser sollen möglichst durch einen Verbindungsbau miteinander verknüpft werden.

Neubau soll bis Ende Juni 2022 fertig sein

In der Ausschreibung zum Ideen-Wettbewerb hat der Landkreis auch einen Zeithorizont formuliert. Die Fertigstellung des Bauwerks ist demnach für den 30. Juni 2022 vorgesehen. Wie viele Fach- und Unterrichtsträume letztlich entstehen, werde davon abhängen, wie hoch der Bedarf, also die Nachfrage ist, sagte Henrik Reinkensmeier, Direktor des Wolkenberg-Gymnasiums. „Die Schule ist bemüht, in der Gunst der Eltern und Schüler oben zu liegen“, so Reinkensmeier, der gern ein bisschen Ironie unter seine Worte mischt. „Ich bin mit dem, was der Kreis vorhat, sehr zufrieden. Ich freue mich darüber“, sagt er ganz im Ernst. Mit dem Bau einer Aula würde ein langer Wunsch in Erfüllung gehen. Das Wolkenberg-Gymnasium hat bislang keine. Derzeit ziehen Schüler, Lehrer und Eltern zum Beispiel nach Potsdam in den Treffpunkt Freizeit, um Theaterstücke aufzuführen, die im Unterrichtsfach für „Darstellendes Spiel“ entstehen und geprobt werden. Reinkensmeier hätte in der Aula denn auch gern eine Bühne, damit im eigenen Haus Theater gespielt werden kann.

Die Aula soll dann am besten auch für Prüfungen, Klassenarbeiten oder Elternversammlungen genutzt werden. „Mein Wunsch wäre deshalb, dass die Aula in drei Abschnitte teilbar ist, damit drei Klassen gleichzeitig ihre Arbeiten schreiben können“, sagte der Direktor.

Die alte Mensa ist zu klein

Mit dem Bau der neuen Mensa sollen moderne Standards Einzug halten, was auch heißt, zum Beispiel fürs Küchenpersonal einen Sozialraum als Rückzugsort einzurichten. Und das bisherige „Zwei-Schicht-System“ beim Speisen soll in Zukunft der Vergangenheit angehören. „Die alte Mensa ist zu klein, deshalb essen die Schüler in zwei Schichten Mittag“, sagte Reinkensmeier. In der neuen Mensa „können sie alle zusammen Pause machen und gemeinsam essen“.

Dort könnte dann auch Platz für den „Curry-Tempel“ sein, wie die Michendorfer Gymnasiasten den kleinen Imbiss im Flur nennen, bei dem es unter anderem Bulette und Curry-Wurst für den Hunger zwischendurch gibt.

Gymnasium wurde von 2002 bis 2008 saniert und modernisiert

Der Landkreis, der das Michendorfer Wolkenberg-Gymnasium im Jahr 2000 in seine Trägerschaft übernahm, investiert nicht das erste Mal in die Schule. Bereits von 2002 bis 2008 war das Gymnasium in mehreren Bauabschnitten saniert und modernisiert worden.

Dass die Bauleute und Architekten damals als Grundlage ein marodes DDR-Schulgebäude vom Typ Erfurt zur Verfügung hatten, ist heute nicht mehr zu erkennen. Sie verwandelten den einstigen Plattenbau zu einer der in dieser Zeit modernsten Schulen im Potsdamer Umland.

650 Schülern lernen im Wolkenberg-Gymnasium

Im Wolkenberg-Gymnasium in Michendorf lernen derzeit etwa 650 Schüler aus der ganzen Region. Unterrichtet werden sie von etwa 50 Lehrern.

Träger des Gymnasiums ist der Landkreis Potsdam-Mittelmark, der die Einrichtung im Jahr 2000 von der Gemeinde Michendorf übernahm.

Schüler und Lehrer des Gymnasiums pflegen Partnerschaften mit Schulen in den USA und Israel.

Seit 2009 besteht eine Schulpartnerschaft mit der Ramon High School in Hod HaSharon in Israel.

Die Kooperation lebt von einem regen, meist jährlich stattfindenden Schüleraustausch. Im Frühjahr besuchen Michendorfer Gymnasiasten die High School in Israel und sind dort bei Gastfamilien untergebracht.

Im Herbst sind israelische Austauschüler am Wolkenberg-Gymnasium zu Gast.

Von Jens Steglich

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