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Potsdam-Mittelmark Lange Nacht der Museen im Jerusalemsaal
Lokales Potsdam-Mittelmark Lange Nacht der Museen im Jerusalemsaal
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13:31 27.10.2019
Museumsleiter Clemens Bergstedt erklärt den Besuchern den Jerusalemsaal. Quelle: Silvia Zimmermann
Ziesar

Welch bedeutenden Schatz die Burg Ziesar besitzt, davon haben sich am späten Sonnabendnachmittag 35 Museumsgäste überzeugt. Sie haben teilgenommen an der Führung durch den mittelalterlichen Jerusalemsaal.

Museumsleiter Clemens Bergstedt brachte den Beuchern in der 15. Langen Nacht der Museen Potsdam Mittelmark“ die Klang- und Lichtinstallation nahe und schuf dabei die Verbindung zu den sakralen Motiven.

„Sie sollen selbst auf eine Entdeckungsreise gehen“, fordert Bergstedt die Betrachter auf. Zu entdecken ist der Jerusalemsaal aus dem frühen Mittelalter, der während der Restauration der Burg Ziesar ans Tageslicht kam.

Lichtinstallation

Außergewöhnlich sind die Überreste von Wandmalereien. Ungeübte Betrachter erkennen im ersten Moment gar nichts. Doch mithilfe der installierten Lichtinstallation werden die Kostbarkeiten allmählich sichtbar.

„Es herrschen drei verschiedene Übermalungen vor“, erklärt Bergstedt. Nach und nach kennzeichnet das Licht die einzelnen Fragmente. Menschen wurden nicht abgebildet, aber es sind Fische zu sehen, Schriftbänder, die Jesusfigur mit blondem Haar und Heiligenschein.

„Es soll das Unsichtbare in diesem Raum mit den Effekten sichtbar gemacht werden“, hören die Besucher. Im Hintergrund vernehmen sie Töne aus dem Weltlichen. Wasser plätschert, Donner ist zuhören. Das Licht wechselte vom Hellen ins Lilafarbene.

400 Besucher bei Altenkirch

Die Wände lassen langsam den Schatz sichtbar werden. Die Köpfe der Besucher rücken dichter zusammen, man sucht. „Das war sehr interessant“, loben die Besucher den einstündigen Vortrag.

Clemens Bergstedt ist etwas überrascht über den Zuspruch. Die Zuschauer, die hauptsächlich aus Ziesar stammen, stellen viele Fragen und gehen am Ende selbstständig auf Entdeckungstour durch den mittelalterlichen Raum.

Weiterer Höhepunkt ist die im Sommer eröffnete Otto-Altenkirch-Ausstellung. Inzwischen haben um die 400 Besucher die Galerie mit 30 Bildern des in Ziesar geborenen Heimatmalers besucht.

Musikgeschichte

Auch das Heimatmuseum Ziesar hat viel zu bieten. Neben der Musikgeschichte von Ziesar, Erinnerungen an das Landambulatorium Ziesar und das mit Kurt Weißflor gesungene Heimatlied. Die Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins Ziesar freuen sich über 65 Gäste.

Von Silvia Zimmermann

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