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Potsdam-Mittelmark Lehnin: Fotoausstellung in Klinik eröffnet
Lokales Potsdam-Mittelmark Lehnin: Fotoausstellung in Klinik eröffnet
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19:34 16.11.2018
Gewinner Thomas Tungel und die Zweitplatzierte Heidrun Bornkamm rahmen das Sieger-Foto ein. Quelle: Christine Lummert
Lehnin

Ein Storch, der sich als Aussichtspunkt eine Feuerwehrsirene ausgesucht hat. Die Nahaufnahme eines alten Ziegelsteins, in den als Herstellungsort die ehemalige Amtsziegelei eingeprägt ist. Der Blick durch kunstvoll geschmiedete Eisenstäbe, die einen runden Durchbruch in einer Backsteinwand auf dem Lehniner Klostergelände zieren. Wolfgang Walther, Monika Lietzmann und Friedhelm Große finden sich mit ihren Fotos in der Ausstellung im Erdgeschoss der Klinik auf dem Lehniner Stiftsgelände wieder.

Unter das Motto „Hast du Töne“ hat der Tourismusverein Kloster Lehnin in diesem Jahr seinen Fotowettbewerb gestellt. Seit mittlerweile sechs Jahren sind Profis und Hobbyfotografen aufgefordert, unter immer anderer Überschrift kreativ zu werden und ihre schönsten Bilder einzusenden.

Eine Jury steht dann vor der schweren Aufgabe, nicht nur die drei besten Fotos mit kleinen Preisen zu prämieren, sondern aus dem bunten Bilder-Pool eine Ausstellung zusammenzustellen. Diese wurde jetzt offiziell eröffnet und ist noch einige Monate auf dem belebten Klinikflur, der zur Cafeteria führt, zu sehen.

„Ein Ziel unseres Wettbewerbs ist es, dass an diesem Ort keine anonymen Bilder hängen, sondern Fotos aus der Region“, sagte Frank Wetzel, der Vorsitzende des Tourismusvereins. Zudem bekommen die Ausstellungsbesucher in den nächsten Wochen noch die Gelegenheit ihren eigenen Favoriten zu bestimmen und so einen Publikumspreis zu vergeben.

Wetzel lüftete vor den versammelten Gästen erst einmal das Geheimnis zum Juryentscheid für die drei besten Fotos. Thomas Tunger aus Rädel beteiligt sich schon seit einigen Jahren an dem Fotowettbewerb und jetzt hat es zum ersten Mal für den Platz ganz oben auf dem Siegerpodest gereicht. Er wurde für sein Foto „Geigentöne“ belohnt.

Für sein Gewinnerbild musste Tunger, ganz der Wettbewerbsüberschrift „Hast du Töne“ folgend, selbst ein bisschen komponieren. „Im Vergleich zu den vergangenen Jahren war die Themenstellung nicht ganz leicht umzusetzen“, sagte Tunger, der seit 50 Jahren als leidenschaftlicher Hobbyfotograf unterwegs ist.

Die Doppeldeutigkeit des Wettbwerbsmottos im Bild festzuhalten, brauchte einige Kreativität. Den Ton als handfesten Werkstoff für Ziegel, die einst in der Region hergestellt wurden, aber auch den Ton als musikalischen Ausdruck in ein Foto zu bannen – nicht ganz einfach. „Mich hat dann aber die alte Geige meines Großvaters auf die richtige Idee gebracht“, sagte der 66-Jährige, der für die richtige Bildkomposition zuerst noch handwerklich tätig werden musste.

„Die Geige war nur noch Einzelteilen vorhanden und ich habe sie wieder zusammengefügt.“ Mit dem Instrument unter dem Arm ging es dann auf dem Lehniner Klostergelände auf Motivsuche. Der ganze Aufwand wurde belohnt.

Auf den zweiten Platz schaffte es Heidrun Bornkamm mit ihrem Bild „Töpferhände“. „Auch bei mir lief die Ideenfindung in diesem Jahr eher schleppend.“ Der Geistesblitz kam beim Besuch des Kreiserntefestes in Emstal. Dort zeigte ein alter Töpfermeister seine Handwerkskunst und formte Ton zu Schalen und Krügen. „Ich habe ihm erklärt worum es geht und dann seine Hände und die Töpferscheibe fotografiert“, sagte Bornkamm, die ebenfalls in Rädel lebt.

Beim Wettbewerb waren aber nicht nur Kloster Lehniner erfolgreich. Der dritte Platz ging an den Andreas Grützkau aus Wusterwitz mit seinem Foto „Ton in Ton“.

Von Christine Lummert

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