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Potsdam-Mittelmark Trauer um einen unermüdlichen Menschenfreund
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00:19 21.12.2017
Engel aus Lehnin - Hellmut Engelke auf einem Foto aus 2012. Quelle: ei
Lehnin

All die Menschen, die 25 Jahre lang die Litauenhilfe als eine der größten Spendenaktionen im Land Brandenburg möglich gemacht haben, betrauern den Tod von Hellmut Engelke. Und viele Menschen darüber hinaus. Hellmut Engelke ist am 7. Dezember im Alter von 84 Jahren gestorben. Der Lehniner war einer der Wegbereiter der Spendenaktion, die nach 25 Jahren in diesem Sommer zum 50. und letzten Mal von Emstal aus gen Litauen gestartet ist.

26 Male den Hilfstransport begleitet

26 Male hat Hellmut Engelke den Hilfstransport begleitet. Er organisierte zudem die Fahrten und das zweimal jährlich. „Wer das dort einmal gesehen hat, kann gar nicht anders als zu helfen“, sagte Hellmut Engelke vor 15 Jahren, als er wieder Paket um Paket auf dem Hof der Emstaler Speditionsfirma Haseloff in den Lastwagen schichtete.

„Wenn 1000 Pakete zum Transporter gebracht wurden, gingen 900 durch seine Hand“, erinnert sich Alt-Superintendent Jürgen Lorenz an das große Engagement Hellmut Engelkes. „Was hat der Mann geschleppt. Er schonte sich nie. Eine Pause zu machen während der Aktion war für ihn unerträglich.“ Bis vor wenigen Jahren wirkte Hellmut Engelke bei der Hilfsaktion mit, war immer da und gehörte zum innersten Kreis des Organisationsteams.

Auf Hellmut Engelke war immer Verlass

„Auf ihn war immer Verlass, stets war er zur Stelle“, erinnert sich auch Anke Pausemann, langjährige Mitarbeiterin des früheren SPD-Landtagsabgeordneten Andreas Kuhnert. Kuhnert hatte die Initialzündung 1992 für das Projekt, das unzählig viele Spenden an die Ärmsten der Armen in Litauen verteilte. Kleider, Krankenhausbetten, Rollstühle, Lebensmittel.

„Dass es letztlich eine 25-jährige Aktion wurde, verdanke ich Leuten wie Hellmut Engelke“, würdigt Kuhnert die Tatkraft Engelkes. „Er war da einfach großartig. Pragmatisch, ohne jeden Sinn fürs Palaver. Er hat zugepackt, mitgedacht, organisiert. Und war unser großer Halt, als Litauen bis 2004 noch nicht zur EU gehört hat. Denn er konnte als einziger von uns recht gut Russisch, und hat dann bei den damals endlosen Zollkontrollen bestens vermitteln können.“ Und: „Mit großem Dank denke ich an Hellmut Engelke“, so Andreas Kuhnert, Vorsitzender der Gemeindevertreterversammlung Kloster Lehnins.

1933 bei Nauen geboren

Geboren wurde Hellmut Engelke 1933 in Königshorst bei Nauen als Sohn eines Pfarrers. In der Nähe von Bernau in Lobetal wuchs er auf, wo sein Vater als Pfarrer wirkte. „Dort hat er die Diakonie eingeatmet“, sagt Alt-Superintendent Jürgen Lorenz. Engelke studierte Elektrotechnik, wurde Ingenieur und später Verwaltungsleiter des damaligen Luise-Henrietten-Stifts in Lehnin.

Wenige Jahre nach der Wende ging er in den Vorruhestand, um fortan ehrenamtlich aktiv zu sein wie etwa im Gemeindekirchenrat der Evangelischen Sankt-Marienklosterkirchen-Gemeinde Lehnin. Hellmut Engelke war leidenschaftlicher Posaunist und begeisterter Segelsportler.

Am Ende schwer krank

Bis vor sechs Jahren war Hellmut Engelke immer zur Stelle, wenn es galt, Spenden für den Litauentransport zu sammeln. „Dann ließen seine Kräfte nach. Er war schwer krank“, sagt Lorenz. „Mit ganz wachem Geist verfolgte er aber weiter das Geschehen in der Gemeinde.“

„Unser lieber Diakon Hellmut“, war die Reaktion des Leiters der Diakonie in Vilnius, Romas Saldukas, als ihn die Nachricht vom Tod Hellmut Engelkes erreichte.

Am Freitag war die Trauerfeier in der Klosterkirche Lehnin. Posaunenspieler begleiteten die Beisetzung. Hellmut Engelke hinterlässt seine Ehefrau, drei Söhne und eine Tochter und seine Kindeskinder.

Von Marion von Imhoff

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