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Potsdam-Mittelmark Lücke statt Löschfahrzeug im Gerätehaus
Lokales Potsdam-Mittelmark Lücke statt Löschfahrzeug im Gerätehaus
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18:36 11.03.2018
Offene Türen bei der Freiwilligen Feuerwehr Dippmannsdorf 2010. Da wurde das nun aussortierte LF 16 (re.) noch stolz präsentiert.
Offene Türen bei der Freiwilligen Feuerwehr Dippmannsdorf 2010. Da wurde das nun aussortierte LF 16 (re.) noch stolz präsentiert. Quelle: MAZ/Archiv
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Bad Belzig

Unverhofft kommt oft, wie Bad Belzigs Stadtwehrführer damit gerade erfährt. Das Auto ist zwar Baujahr 1993 und hat damit die kalkulierte Laufzeit wohl erreicht. Doch im Entwurf des Gefahrenabwehrbedarfsplanes, den er Montagabend im Parlament vorgestellt hat, war es noch im Bestand gelistet.

Das Papier soll Grundlage für die Entwicklung des Brandschutzes in der Kur- und Kreisstadt in den nächsten zehn Jahren sein. Dabei wird nach Feststellung der personellen und materiellen Situation sowie nach einer Risikoanalyse ermittelt, ob die Blauröcke leistungsfähig genug sind, auf ein typisches Schadensereignis fristgerecht zu reagieren. In der Theorie wird dabei ein „kritischer Wohnungsbrand“ mit vermisster Person im zweiten Geschoss angenommen, für deren Rettung maximal 17 Minuten bleiben.

„Die Ausgangslage ist gut“, findet Hannelore Klabunde-Quast (parteilos). Denn mit Ausnahme von Borne gebe es in allen Orten eine Löschgruppe, wie die Bürgermeisterin resümierte. Das nun von der Verwaltung präsentierte Werk soll zum operativen Handlungskonzept mit millionenschweren Investitionsprogramm werden, das darlegt, wie Lücken zu schließen sind. Das meint nicht nur die Ausstattung mit Gerätehäusern und Technik, sondern auch Ausbildung von Kameraden oder Vorsorge durch Herrichtung von Löschwasserentnahmestellen.

Neubau vorgesehen

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Belzig braucht ein neues Gerätehaus.
In der Entwicklungsstrategie bis 2025 sind die Kosten dafür mit drei Millionen Euro vorgesehen.
Das aktuelle Domizil in der Niemöllerstraße ist 1934 errichtet und häufig umgebaut worden. Dennoch entsprechen nur noch zwei der sieben Stellplätze den aktuellen Normgrößen.
Bislang sind allerdings weder Standort oder Bauweise noch Finanzierung geklärt. Gespräche mit Gesetzeshütern und Geldgebern beginnen gerade.
Im vergangenen Planungszeitraum (seit 2004) wurden die Domizile in Lütte, Fredersdorf und Werbig hergerichtet. Insgesamt hatten allerdings zehn Vorhaben auf der Liste gestanden.

Was den Fuhrpark betrifft, so verfügen die Floriansjünger an den 14 Standorten laut Olaf Beelitz immerhin über 21 Fahrzeuge. Davon sind allerdings schon acht ohne Restlaufdauer (in der Regel sind 22 Jahre vorgesehen). Für vier weitere Autos endet sie bis 2025. Dabei konnten immerhin – nicht zuletzt dank Förderung – sieben von neun geplanten Anschaffungen der vergangenen zehn Jahre realisiert werden.

In Dippmannsdorf besteht Hoffnung, dass Floriansjünger nicht ganz so lange auf die Geduldsprobe gestellt werden. Bei dem havarierten Fahrzeug handelt es sich um eine Leihgabe des Bundes, der es hauptsächlich für den Katastrophenschutz bereitgestellt und den hiesigen Kameraden zur Nutzung überlassen hat. Eine Ersatzbeschaffung in dem Sinne wäre dem Stadtwehrführer die liebste Lösung. Ansonsten muss womöglich eine Umsetzung organisiert werden, denn für ihn steht außer Frage, dass die starke Wehr in dem 360-Einwohner-Ort nicht mit dem Vorrüstwagen auskommt.

Von René Gaffron

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