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Potsdam-Mittelmark Luxusproblem: Zu viele Orte für Kultur
Lokales Potsdam-Mittelmark Luxusproblem: Zu viele Orte für Kultur
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06:07 25.11.2017
Der Bauhof Kleinmachnow ist auf dem Sprung an einen anderen Standort – somit werden Gebäude Am Bannwald demnächst frei. Quelle: Jürgen stich
Kleinmachnow

Für die Gebäude „Jägerstieg 2“ (Auferstehungskirche) und „Am Bannwald 1a“ (Bauhof) sowie die dazugehörigen Freiflächen soll die Kleinmachnower Verwaltung gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Fraktionen ein Nachnutzungskonzept erarbeiten. Dies wurde von der Gemeindevertretung mehrheitlich beschlossen.

Das Grundstück der Kirche, die im nächsten Jahr nach Fertigstellung des neuen Gemeindehauses am Zehlendorfer Damm frei wird, ist rund 2500 Quadratmeter groß, das Areal von Kleinmachnower Bauhof und Freiwilliger Feuerwehr hat eine Gesamtfläche von 9500 Quadratmetern. Die beiden Grundstücke sind nur über einen wenige Meter schmalen Streifen Bannwald getrennt, der ebenfalls im Eigentum der Gemeinde ist. Für die Erstellung des Konzepts, das Ziele, Flächenbedarfe, Raumprogramme, Freiflächenaufteilungen, aber auch Verkehrsbeziehungen und auch Erschließungsabläufe beinhalten soll, wird zunächst eine Bestandsaufnahme erfolgen, später sollen auch interessierte Nutzer eingebunden werden.

Für Kritik hatte in der Gemeindevertretung gesorgt, dass dabei nur diese beiden Objekte betrachtet werden sollen. Die Karl-Marx-Straße 117, in der die Museumsinitiative aktiv ist und bereits zwei Ausstellungen mit Kleinmachnow-Bezug gestaltet hat, gehöre ebenfalls in den Betreff, reklamierte Andrea Schwarzkopf (Bündnis 90/Die Grünen) und ihr Fraktionskollege Michael Martens vermutete, dass mit diesem Antrag erneut der Versuch gestartet werde, „für den Jägerstieg oder Am Bannwald, aber gegen die Karl-Marx-Straße 117 zu entscheiden.“ Roland Templin (BIK) forderte: „Es ist höchste Zeit, dass endlich alle Untersuchungen zusammengetragen werden. Und nur, wenn wir alles wissen, können wir auch entscheiden, wo wir was unterbringen.“

Mit einem solchen Antrag war Bürgermeister Michael Grubert (SPD) jedoch Anfang Oktober in der Gemeindevertretung gescheitert: Er hatte fünf Standorte – neben den drei genannten noch das ehemalige Landarbeiterhaus am Zehlendorfer Damm 200 und ein ehemaliges Mehrfamilienhaus am Meiereifeld 33 – auf ihre Eignung für Kunst und Kultur in seiner Gemeinde beurteilt und vorgestellt. Zu jedem Objekt wurden darin der aktuelle Status, die Vor- und Nachteile sowie die Möglichkeiten dargelegt. Grubert hatte dabei im jetzigen Bauhof das bereits beschlossene Familienzentrum vorgeschlagen, als „Haus für Kleinmachnow“ die Auferstehungskirche – ein Vorschlag, der auch die Wünsche des Heimatvereins erfüllen würde. Für das Landarbeiterhaus und das Gebäude am Meiereifeld hatte der Bürgermeister zumindest vorerst keine gravierenden Änderungen vorgesehen, letztlich scheiterte sein Konzept wohl vor allem daran, dass er die Karl-Marx-Straße 117 über ein Erbbaurecht ausschreiben wollte. Dies hatte im Oktober für heftige Kritik gesorgt und zu einer Patt-Situation bei der Abstimmung geführt, die eine Ablehnung bedeutete.

Interessant wurde es schließlich noch einmal, als im Anschluss an die beiden Flächen am Bannwald über eine denkmalgerechte Sanierung der Karl-Marx-Straße 117 abgestimmt werden sollte, zu der von der Gemeindevertretung bereits vor fünf Jahren ein Grundsatzbeschluss gefällt worden war. Demnach sollte nächstes Jahr die bestandserhaltende Sanierung der Außenhülle erfolgen sowie ein Stromanschluss gelegt werden. Roland Templin, der den Antrag gestellt hatte, versicherte: „Mit diesem Beschluss wird keine Aussage für ein Museum oder irgendeine Nutzung getroffen – es geht nur darum, der gesetzlichen Pflicht der Sanierung nachzukommen.“ Thomas Singer (Die Linken): „Das wurde 2012 schon beschlossen. Damals wussten wird nicht, wozu man es nutzen könnte, aber heute hätten wir dafür auch eine Möglichkeit.“ Die Mehrheit stimmte jedoch gegen den Start der Sanierung im nächsten Jahr – der Grundsatzbeschluss bleibt aber dennoch gültig.

Von Konstanze Kobel-Höller

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