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Potsdam-Mittelmark Mehr Leben auf dem Dorf
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09:33 01.08.2013
Projektleiterin Barbara Keller sucht das Gespräch mit den Bürgern, hier Monika Hinze mit Enkel Johann in Niederwerbig. Quelle: Privat
Niemegk

Das im Aufbau befindliche Familienzentrum Niemegk mit seinen Stützpunkten Garrey, Mörz und Niederwerbig wird zunehmend mit Leben erfüllt. Es ist Teil des Pilotprojektes der Gemeindesozialarbeit im Amtsbereich. Barbara Keller vom Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Potdam entwickelt es gemeinsam mit anderen Mitarbeitern. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark fördert die beispielhafte Initiative.

"Ziel ist es, flächendeckend Angebote schaffen, um Jugendliche, Familien mit Kindern und ältere Menschen im Alltag generationsübergreifend zu unterstützen", erklärt die Projektleiterin. Hintergrund der Überlegung sei, dass sich mit der alternden Gesellschaft auch das soziale Umfeld ändert. "Dem wollen wir etwas entgegensetzen", so Keller.

Während einer Analyse hat die Koordinatorin in den vergangenen Monaten nicht allein die Sorgen, Nöte und den Kummer der Leute kennengelernt, sondern auch nach Lösungen gesucht. "Einerseits gibt es viel Frust, dass immer weniger auf dem Land leben. Andererseits gibt es auch Initiativen und engagierte Leute, die etwas bewegen wollen", sagt Barbara Keller.

Ferner wird in der Kita "Zwergenhaus" ein Elterncafé eingerichtet. Mütter und Väter von Schülern der Robert-Koch-Grundschule sollen nach den Ferien zu einer Bildungsveranstaltung eingeladen werden. "Wir wollen mit unserem Familienzentrum neue Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren schaffen, aber auch vorhandene Strukturen nutzen. Das was gut ist, soll bleiben", meint die gelernte Pädagogin.

Als nächstes soll das einst gegründete Bündnis für Familie in Niemegk wieder aktiviert werden, in dem dessen Steuerungsgruppe für August zu einem Treffen eingeladen wird. Zudem sind Elterncafés in den Kindertagesstätten Niemegk und Dahnsdorf vorgesehen.

Im Mittelpunkt steht indes auch die Vorbereitung der zweiten Sozialraumkonferenz am 25. September, in der die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Fokus gestellt werden soll. "Wir wollen möglichst mit allen Akteuren ins Gespräch kommen, die auf dem Gebiet hauptberuflich oder ehrenamtlich aktiv sind", steckt Barbara Keller das Ziel der Veranstaltung ab. Erwartet werden Vertreter von Familienwohngruppen, Vereinen sowie freilich Kinder und Jugendliche.

Von Gunnar Neubert

Beratung in Sozialfragen

Die Gemeindesozialarbeit im Amt Niemegk wird derzeit vom Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt getragen. Als Mitarbeiter sind neben Barbara Keller auch Susann Michel und – ab diesen Monat – Daniela Geißler tätig.
Die Frauen bieten eine allgemeine Sozialberatung für die Bürger an und vermitteln bei Bedarf an Experten weiter.
Die Sprechzeiten im Rathaus Niemegk (Hofgebäude), Tel. (03 38 43) 6 27 19, Dienstag, 10 bis 14 Uhr, Mittwoch, 13.30 bis 17.30 Uhr; Gemeindehaus Niederwerbig, Donnerstag, 11 bis 12 Uhr; Gemeindehaus Mörz, Donnerstag 13 bis 14 Uhr; Gemeindehaus Garrey, Donnerstag, 15 bis 16 Uhr.

Die meisten Zuwanderer verschlägt es aus Polen und Russland in die Mittelmark, gefolgt von der Ukraine, Großbritannien, Österreich und die Niederlande. Geringer ist der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung. Das sind jene Menschen, die im Gegensatz zu den Migranten, keinen deutschen Pass besitzen. Bei der Ausländerbehörde sind rund 3800 Personen als Ausländer registriert.

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