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Michendorf 130 Poller am Ende der Potsdamer Straße
Lokales Potsdam-Mittelmark Michendorf 130 Poller am Ende der Potsdamer Straße
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20:08 10.08.2018
Blick von der Hälfte des 315 Meter langen Abschnitts in Richtung Kreuzung zur Luckenwalder Straße: Der hintere Teil der Potsdamer Straße hat jetzt zwei markierte Spuren für Radfahrer und 130 Poller an den Rändern. Quelle: Jens Steglich
Michendorf

Für das Auge des unkundigen Betrachters ist es ein ungewohnter Anblick: Die Gemeinde Michendorf hat den hinteren Teil der Potsdamer Straße ausgebaut und an den Rändern 130 Poller aufstellen lassen. Den Vorwurf, hier sei Steuergeld für eine Sackgasse verschwendet worden, weist Bauamtsleiter Christopher Gerhardt zurück.

Der Ausbau, mit dem der hintere Abschnitt der Potsdamer Straße neu geordnet werden sollte, ist laut Gerhardt mit 268 000 Euro in dem von der Gemeindevertretung beschlossenen Kostenrahmen geblieben. „Die Poller aus Kunststoffrecycling kosteten 4800 Euro.“ Für die Poller am 315 Meter langen Stück zwischen der Kreuzung zur Luckenwalder Straße und der Shell-Tankstelle sieht er gute Gründe: Sie sollen verhindern, dass Lastwagenfahrer dort die Ruhezeiten nehmen und ihre Brummis in den Randbereichen parken. Vor der Neugestaltung standen Laster auf den Seitenbereichen, weil die Fahrer keine freien Plätze mehr an der Michendorfer Autobahnraststätte fanden oder die Gelegenheit nutzten, preiswerter als an Autobahntankstellen im Ort zu tanken und dort ihre Ruhezeit zu nehmen.

„Dabei wurden die Seitenbereiche überfahren und der Boden verdichtet. Das Regenwasser konnte nicht mehr im nötigen Maße versickern. Wir hatten deshalb Probleme auf privaten Grundstücken, die bei Starkregen in Mitleidenschaft gezogen wurden“, sagte Gerhardt. Das Straßenwasser landete auf Grundstücken oder gar im Keller. Bußgelder, um das illegale Parken zu verhindern, hätten nichts gebracht.

Eine Neuordnung des Bereichs war schon länger geplant, der hintere Teil der Potsdamer Straße war seit Öffnung der Ortsumgehung 2005 in den Hintergrund geraten. Dem Vorwurf, hier sei nun eine Sackgasse zur Tankstelle wie eine Bundesstraße ausgebaut worden, hält der Bauamtsleiter entgegen, dass sich im Abschnitt Wohnbebauung und Gewerbe befinden und die Feldstraße genauso wie der Friedhof angebunden werden.

Von Jens Steglich

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