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Michendorf Baurecht für die Brache im Herzen Michendorfs
Lokales Potsdam-Mittelmark Michendorf Baurecht für die Brache im Herzen Michendorfs
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19:59 14.05.2019
Die alten Bestandsbauten auf dem früheren Teltomat-Gelände sind bereits abgerissen. Nur der Rest dieser Halle steht noch, weil sich dahinter eine Schreinerei befindet. Quelle: V. Smirnova
Michendorf

In ihrer letzten Sitzung vor der Neuwahl haben die Michendorfer Gemeindevertreter den Bebauungsplan für das frühere Teltomat-Gelände beschlossen und damit den Weg frei gemacht, auf der Brache im Herzen Michendorfs ein neues Ortszentrum zu errichten. Es ist der vorläufige Schlusspunkt hinter ein jahrzehntelanges Tauziehen um eine Entwicklung des Gebietes. Arealeigentümer Papenburg AG will laut Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) noch im Mai den Bauantrag für das Gebäude stellen, in das der Energieversorger EMB einziehen soll. Die EMB will ihren Firmensitz von Potsdam nach Michendorf verlegen und mit gut 70 Mitarbeitern auf das ehemalige Teltomat-Gelände ziehen. Papenburg baut, die EMB zieht als Mieter ein.

Einzug Ende 2020 geplant

„Wir sind uns mit der Papenburg AG einig“, sagte EMB-Sprecher Jochen-Christian Werner und fügte hinzu: „Sobald die Genehmigung vorliegt und die Zauneidechsen eine neue Heimat gefunden haben, soll der Bau beginnen.“ Der Einzug der EMB ins neue Haus ist für Ende 2020 geplant. Die geschützten Zauneidechsen, die auf dem Gelände leben, werden umgesiedelt auf ein Areal der Papenburg AG und auf eine Freifläche der Gemeinde in der Schmerberger Straße, sagte Bauamtsleiter Christopher Gerhardt. Die Umsiedlung ist eine Auflage der Unteren Naturschutzbehörde.

Hinter verschlossenen Türen haben die Gemeindevertreter einen zweiten städtebaulichen Vertrag mit der Papenburg AG abgesegnet, der den Bau einer Lärmschutzwand regelt. Demnach baut die Papenburg AG eine sechs Meter hohe und 285 Meter lange Lärmschutzwand, die das neue Viertel vor Bahnlärm abschirmen soll. Die Gemeindevertreter beauftragten den Bürgermeister zudem, mit dem Investor Verhandlungen für weitere Lärmschutzmaßnahmen aufzunehmen. Es geht dabei um eine zusätzliche Lärmschutzwand für das Nachbargrundstück auf Bahnhofsseite. Bislang ist dort nur eine Hecke geplant.

140 Wohnungen könnten im neuen Viertel entstehen

Der Bebauungsplan erlangt mit Veröffentlichung im Amtsblatt am 23. Mai Rechtskraft. Im neuen Ortszentrum sollen auch ein Ärztehaus, ein Marktplatz und Wohnhäuser mit Geschäften entstehen. Die Rede ist von etwa 140 Wohnungen. Für die Varianten des geplanten Rathausbaus wird eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erarbeitet, „die in eine der ersten Sitzungen der neuen Gemeindevertretung eingebracht werden soll“, sagte der Bauamtsleiter.

Von Jens Steglich

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