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Michendorf Wilhelmshorster Homepage abgeschaltet
Lokales Potsdam-Mittelmark Michendorf Wilhelmshorster Homepage abgeschaltet
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21:13 07.11.2019
Vor der Abschaltung: Die Startseite der Homepage – ein Bild vom März 2019. Quelle: Screenshot/MAZ
Wilhelmshorst

Aufregung in Wilhelmshorst: Die Internetseite für den Michendorfer Ortsteil ist ohne Vorwarnung aus der virtuellen Welt verschwunden. Wer auf die Seite Wilhelmshorst.de gehen will, wird umgeleitet und landet jetzt auf der Homepage der Gemeinde Michendorf. Laut Gerd Sommerlatte (FBL-UWG), Ortsvorsteher von Wilhelmshorst, hat Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) die Seite „eigenmächtig und ohne Erklärung offline gestellt“. Es war die Seite, „über die sich viele Wilhelmshorster über Veranstaltungen im Ort informierten“, so Sommerlatte, der hinzufügte: „Es ist völlig unverständlich, was da passiert ist. Wir als Ortsbeirat bezahlen die Seite und er stellt sie ohne Erklärung offline.“

Über die Gründe gibt es nur Mutmaßungen

Über die Gründe gibt es nur Mutmaßungen. Der Bürgermeister war am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Sommerlatte vermutet, ein Artikel könnte den Ausschlag gegeben haben, in dem er den Bürgermeister aufgefordert hat, den Gemeindevertreter-Beschluss zum Verkauf des umkämpften Grundstücks am Ebereschenweg/Ecke Fliederhang zu beanstanden. Das Gemeindeparlament hatte gegen die Empfehlung des Ortsbeirats mit knapper Mehrheit für den Verkauf des Areals in Wilhelmshorst gestimmt. Sommerlatte fordert die Beanstandung, „weil über die vom Ortsbeirat empfohlene Variante 3 gar nicht abgestimmt wurde.“

Gemutmaßt wird auch, dass ein Artikel eines Wilhelmshorsters zum gleichen Thema der Anlass gewesen sein könnte. Er stand unter der Überschrift „Auf, auf – zum Ausverkauf von Wilhelmshorst!“ nur kurzzeitig auf der Homepage. „Der Text war polemisch. Aber das zum Anlass zu nehmen, die ganze Seite abzustellen, geht nicht“, sagte Vize-Ortsvorsteher Hardy Schulz (Grüne).

Gemeindeverwaltung wartet auf neues Konzept

Er hat aus der Gemeindeverwaltung einen anderen Grund gehört. Dort wartet man wohl seit einem Jahr auf ein von der Arbeitsgruppe (AG) Internet angefordertes neues Konzept für die Homepage. Die AG betreute die Internet-Seite.„Das Konzept ist aber im Grunde da. Am Montag gibt es ein Krisentreffen der AG. Da machen wir das Konzept abgabefertig“, so Schulz. Keine dieser mutmaßlichen Gründe rechtfertige aber die Abschaltung der Internetseite. Schulz spricht von einer Sauerei: „Es wurde vorher nicht geredet, es wurde nicht vorgewarnt, Kommunikation hat nicht stattgefunden.“

Der Ortsbeirat hatte beschlossen, die Homepage zu übernehmen und die Gemeinde wollte sie auch an den Beirat übertragen, sagte Sommerlatte. Er habe den Übertragungsvertrag unterschrieben, „der Bürgermeister noch nicht“, was allerdings auch an dem noch nicht vorliegenden Konzept liegen soll. „Der Bürgermeister ist abgetaucht. Persönlich verstehe ich das, aber als Bürgermeister sollte man das nicht tun und seine Verantwortung bis zum Schluss wahrnehmen“, sagte Sommerlatte.

Anzeige wegen Verleumdung

Der Ortsbeirat hatte zudem beschlossen, das Erscheinungsbild der Homepage zu überarbeiten. In der Vergangenheit sollen Nutzer der Kommentarfunktion auch mal Schläge unter die Gürtelinie ausgeteilt haben. „Ich hatte Anzeige wegen Verleumdung gestellt“, so Sommerlatte. Der Ortsbeirat hatte sich dann darauf verständigt, die Kommentarfunktion herauszunehmen. „Die Bürger sollen aber weiter ihre Meinung sagen, aber nicht beleidigend“, so der Ortsvorsteher. „Es soll auf der neuen Seite ein Diskussionsportal geben, wenn es nach der AG Internet geht“, sagte Vize-Ortsvorsteher Schulz. „Wir wollen den Meinungsaustausch eher ausbauen. Kritisches muss man aushalten, solange Menschen nicht beleidigt werden und keine Hetze verbreitet wird“, sagte er.

Von Jens Steglich

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