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Michendorf Warnung vor Blaualgen im Seddiner See
Lokales Potsdam-Mittelmark Michendorf

Gesundheitsamt Potsdam-Mittelmarks warnt vor Blaualgen im Seddiner See

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20:34 24.06.2021
Das Gesundheitsamt warnt vor Blaualgen im Seddiner See.
Das Gesundheitsamt warnt vor Blaualgen im Seddiner See. Quelle: Gertraud Behrendt
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Seddin/Wildenbruch

Das Gesundheitsamt warnt vor Blaualgen an einigen Badestellen im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Betroffen ist nach Kreisangaben der Seddiner See mit den Badestellen in Wildenbruch, Kähnsdorf, Seddin und Neuseddin. Bestimmte Algen können giftig sein, heißt es in der Mitteilung des Landkreises. Blaualgen sind erkennbar an einer intensiven grünlichen, grünblauen oder mitunter rötlichen Trübung des Wassers. Bei starker Blaualgenblüte bilden sich schlieren- oder rahmartige Schichten beziehungsweise Teppiche auf dem Wasser.

Was Badende beachten sollen

„Blaualgen-Massenansammlungen sind sehr wind- und witterungsabhängig. Sie können sich schnell auch im Badebereich ansammeln, werden zusammengeschoben oder schwemmen auf und sind deshalb nicht immer im Rahmen der routinemäßigen Überwachung zeitnah durch das Gesundheitsamt zu ermitteln“, heißt es in der Mitteilung.

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Badende sollten vorsorglich beim Auftreten von Blaualgen folgendes beachten: Sind im knietiefem Wasser die Füße nicht mehr zu sehen oder sind Algenschichten auf dem Wasser sichtbar, sollte auf das Baden komplett verzichtet werden.

Kinder sollten bei Blaualgenbelastung nicht mehr im See baden

Wer trotzdem ins Wasser geht, soll darauf achten, kein blaualgenhaltiges Wasser zu schlucken. „Denken Sie an Kinder und Kleinkinder, die durch ihr Spielverhalten besonders gefährdet sein können. Aus Vorsorgegründen sollen Kinder und Kleinkinder bei einer Blaualgenbelastung nicht mehr im Wasser baden oder am Ufersaum planschen und spielen.“ Durch starke Einschränkungen der Sichttiefe könnten zudem im Notfall Rettungsmaßnahmen erschwert werden.

Bei Beschwerden den Arzt aufsuchen

Wer im See trotzdem schwimmen will, soll einen uferfernen oder nicht belasteten Einstiegsbereich in das Badegewässer wählen, sich nach dem Schwimmen duschen und die Badekleidung wechseln. Falls nach dem Baden Beschwerden wie Hautreizungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Atemnot auftreten, sollte der Arzt aufgesucht und das Gesundheitsamt informiert werden.

Von Jens Steglich